50. Familienfußballnachmittag auf dem Fliegerhorst

Mit dem Aufbau des Evangelischen Militärpfarramtes auf dem Fliegerhorst in Laage, vor nun schon mehr als 15 Jahren, bemühten sich die Verantwortlichen um die Installation unterschiedlichster Freizeitangebote für die am Standort lebenden Soldatinnen, Soldaten, Zivilbedienstete und deren Angehörigen an den Wochenenden. Dazu gehören Wanderungen, Bastelaktionen, Sportfeste, Gottesdienste und auch Familienfußballtage. Letztere sind im laufe der Jahre zu einer echten Institution gewachsen. Zuerst sporadisch, später regelmäßig. Und selbst die verhasste Corona- Zeit konnte dem Freizeitevent nichts anhaben.

Erinnerungsfoto zum Jubiläum. Foto: André Stache

Immer wieder sonntags, nun einmal im Monat, treffen sich Frauen, Männer und auch Kinder zu einem gepflegten Fußballspiel in der Sporthalle des Fliegerhorstes. Mit einfachsten Regeln, ohne Schiedsrichter und ganz viel Spaß wird dann „blau“ gegen „rot„ gespielt und im Anschluss bei Bockwurst und guten Getränken in den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes Laage über das Leben philosophiert. Am vergangenen Sonntag streiften die Gedanken allerdings zurück, denn zum 50.Mal hatten sich die Fußballfreunde getroffen und festgestellt wie doch die Zeit vergangen ist. Ein Soldat brachte es auf den Punkt, als er in echter Männermanier mit einer Flasche Bier in der Hand erklärte: “Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit.“ Und die Worte des Predigers Salomon sprachen den meisten der Anwesenden aus dem Herzen, denn es liegt doch auch an uns, mit wem wir unsere Zeit verbringen und das die guten Stunden unser Leben füllen.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

In Erinnerung an Jan Z.

So manche Läufe sind schon etwas Besonderes und eindrucksvoll, wie z. B. auch Spendenläufe, welche u. a. vom SC Laage organisiert werden. Ich denke dabei an den Blocky Block Spendenlauf oder an den City Sport Abendlauf. Natürlich gibt es auch Läufe, die einen persönlich hohen Stellenwert haben, wie z. B. dieser Halbmarathon am 15. September in Kassel. Zeitgleich lief der Marathon in Hamburg, an dem auch Sportler des SC Laage teilnahmen.
Kassel ist eine Großstadt in Nordhessen mit über 200.000 Einwohnern. Jedes Jahr findet hier im Herbst der Kassel Marathon statt, die größte norddeutsche Sportveranstaltung. Mehr als 10.000 Sportler waren in diesem Jahr am Start und mitten unter diesen Teilnehmern meine aus Kassel stammende Freundin Wiebke und ich. Für uns beide war dieser Start ein besonderes emotionales Erlebnis. Wir liefen diesen Halbmarathon in Gedenken an Jan, den in diesem Jahr verstorbenen Sohn meiner Freundin.
Bei perfektem Wetter war die Strecke für mich eine Herausforderung und durch ständige Anstiege sehr hart. Erst ab Kilometer 17 ging es bergab und wurde flacher. Eine tolle Stimmung präsentierten die Zuschauer; motiviert von Trommeln und Anfeuerungsrufen sowie von Plakaten erreichten Wiebke und ich voller Stolz unser Ziel.
In Erinnerung an Jan, der leider seinen Kampf gegen einen Hirntumor verloren hat, möchte ich an dieser Stelle allen, die uns unterstützt haben, meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Leider ist die Medizin noch nicht so weit.
Wir vergessen oft im Alltag, wie gut es uns geht, was wir alles erleben dürfen gemeinsam mit unserer Familie oder unseren Freunden.
Falls jemand von euch, die diesen Artikel lesen, in nächster Zeit etwas spenden möchte, gebe ich euch die Deutsche Hirntumorhilfe als Anregung. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern und arbeitet daran, Hirntumore irgendwann auch heilbar zu machen. Selbst mit einem kleinen Beitrag (ein paar Euros) kann vielleicht wieder etwas in Gang gebracht werden! www.hirntumorhilfe.de  Spendenkonto: DE83 8605 0200 1010 0369 00

Anke Heise vom SC Laage / Fotos: privat

Erlebnisbericht: World Masters Athletics Meisterschaften in Göteborg, Schweden 2024

Die schwedische Stadt Göteborg erlebte in diesem Jahr ein sportliches Highlight, vom 13.-25. August fanden dort die World Masters Athletics Championships (WMAC) statt. Für viele Athleten sind Wettkämpfe dieser Art ein lang gehegter Traum und die Veranstaltung hielt was sie versprach – spannende Wettkämpfe, eine großartige Atmosphäre und unvergessliche Momente. Sportlich gesehen war meine Vorbereitung auf dieses Saison-Highlight alles andere als perfekt. Krankheitsbedingt lief das Frühjahr nicht wie geplant, mein Training war unregelmäßig, und ich konnte mich nicht so intensiv vorbereiten, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Wettkämpfe in den Monaten vor den WMAC verliefen jedoch sehr gut und gaben mir einen optimistischen Ausblick. Somit begann die Reise nach Göteborg mit einer Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Mit zwei unserer drei Kinder machte ich mich mit dem Auto auf den Weg gen Norden. Von Rostock mit der Fähre nach Gedser (Dänemark), weiter über die Öresundbrücke nach Schweden und nach ca. 7 Stunden Reisezeit erreichten wir unser Ziel. Mit 596.841 Einwohnern ist Göteborg die zweitgrößte schwedische Stadt und beeindruckt mit ihrer malerischen Kulisse, der küstennahen Lage und der Einbettung in die wunderbare Natur von Schwedens Schärengärten im Westen. Die Stadt begrüßte uns mit einem wechselhaften, sommerlichen Wetter, ideal für die bevorstehenden Wettkämpfe. Drei verschiedene Stadien standen für die Veranstaltung zur Verfügung, das Ullevi Stadion, das Hauptstadion am Slottskogsvallen und das neu errichtete Björlanda Stadion 20km nördlich der Stadt Göteborg. Jedes Stadion war auf seine Weise beeindruckend. Allen gemeinsam war die gute Anlage, große Tribünen und eine Laufbahn, die perfekt präpariert war. Die Organisation insgesamt war hervorragend, jedoch machte die Aufteilung auf die drei Stadien das Anschauen anderer interessanter Wettkämpfe nahezu unmöglich, was ein kleiner Wermutstropfen bleibt.
Am Tag nach der Anreise (18.8.2024) war es so weit, die 200 m Vorläufe der Altersklasse W45 waren im Slottskogsvallen Stadion angesetzt. Acht Vorläufe mit jeweils 8 Teilnehmerinnen. Ich war im fünften Vorlauf auf Bahn 7 gelistet.Die Konkurrenz war stark, und jede Läuferin schien bereit, ihr Bestes zu geben. Als der Startschuss fiel, galt es, alles zu geben. Als fünfte meines Laufes kam ich ins Ziel und mit klarem Fokus konnte ich meine persönliche Bestzeit auf 30,06 Sekunden verbessern. Für die Qualifikation ins Halbfinale fehlten am Ende 0,74 Sekunden, allerdings war der Folgetag somit „frei“ und bot die Möglichkeit, mit den Kindern Göteborg und die Schäreninseln zu erkunden. Die 400 m Vorläufe der Altersklasse W45 fanden am 20.8.2024 im Björlandastadion statt. Auch hier war die Konkurrenz enorm. Die Witterungsbedingungen waren eher schwierig an diesem Tag. Starker, böiger Wind zog über das offen gelegene Stadion. Die ersten 200 Meter der Stadionrunde liefen sich schnell, aber dann war der Gegenwind in der zweiten Kurve und auf der Zielgeraden deutlich zu spüren. Auch hier bin ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden und konnte eine neue persönliche Bestzeit von 1:08.32 Minuten erlaufen. Die besten Athleten der einzelnen Wettkämpfe wurden auf der zentralen Medal Plaza feierlich geehrt und ich bin nach wie vor tief beeindruckt von den Leistungen, die so manch einer in der Lage ist abzurufen. Auch wenn ich nicht auf dem Podium stand, war die Erfahrung selbst eine große Auszeichnung und ein rundum großartiges Erlebnis, in so einer Atmosphäre Wettkämpfe bestreiten zu dürfen. Der Austausch mit anderen Athleten aus der ganzen Welt, das Knüpfen neuer Freundschaften und das Gefühl, Teil einer globalen Gemeinschaft zu sein, machten das Event zu etwas ganz Besonderem. Diese sportlichen Herausforderungen mit Teilen der Familie teilen zu können war dabei besonders schön. Neben der Zeit im Stadion blieb auch genug Zeit für absolut empfehlenswerte Besuche im botanischen Garten, im Elchgehege im Slottskosvallenpark, im Naturkundemuseum, im Feskekörka und auf die Schäreninsel Brännö. Göteborg ist in jedem Fall eine Reise wert.

Dr. Anna-Rebekka Kühl / Sportclub Laage

Deutschen Halbmarathon Straßenlaufmeisterschaften in Hamburg

Der 10. PSD Bank Halbmarathon Hamburg war in diesem Jahr wieder eine ganz besondere Laufveranstaltung, denn im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung des PSD Bank Halbmarathon in Wandsbek fanden die offiziellen Deutschen Halbmarathon Meisterschaften statt.
In der Wertung für die Deutsche Meisterschaft starteten mit der 18-jährigen Juliane Göllnitz und dem 40-jährigen Jens Beu zwei Aktive des Sportclubs Laage. Und beide machten ihre Sache herausragend gut. Juliane konnte im Ziel ihr Glück kaum fassen. Nach 1;33,02 Stunde war die Studentin als 99. Frau und Siegerin der Weiblichen Jugend der unter 20-jährigen im Ziel und damit die Siegerin dieser Altersklasse. In der Wertung zur Deutschen Meisterschaft belegte Juliane den sehr starken 9.Platz in der Klasse der unter 23-jährigen Frauen.

Juliane Göllnitz im Wettkampf. Foto: Grit Winkelmann-Göllnitz

Jens finishte seinen Wettkampf über die 21,095 Kilometer nach sehr starken 1;24,57 Stunde und landete damit auf dem 18. Platz seiner Altersklasse. Im Ziel sprudelte es aus ihm heraus: “Sonnenschein und Temperaturen um die 14 Grad, die Bedingungen waren heute für uns Läufer nahezu perfekt.
Im Rahmenprogramm der Veranstaltung lief zudem Olaf Göllnitz zu einer persönlichen Bestleistung nach 1;43,43 Stunde. In der Altersklasse der über 55-jährigen Männer belegte er damit den 40. Rang. Am Ende bleibt die Tatsache bestehen, dass Hamburg solch eine Meisterschaft perfekt organisieren kann. Die 2454 Halbmarathonis waren jedenfalls zufrieden und zu größten Teilen glücklich im Ziel.

SC Laage

1. Kranichlauf auf dem Fliegerhorst in Laage

Am Vorabend des Familientages startete der 1. Kranichlauf des Taktischen Luftwaffengeschwaders „S“ in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Militärpfarramt Laage im Unterkunftsbereich auf dem Fliegerhorst in Laage. Auf einer sehr anspruchsvollen Wettkampfstrecke konnten sich die Frauen und Männer im laufsportlichen Wettstreit messen und ihre Besten küren. Nach dem Startsignal liefen bei guten äußeren Bedingungen die Sportlerinnen und Sportler den 4,4 Kilometer langen Rundkurs, der bis zu zweimal bewältigt werden konnte, nach persönlichem Leistungsvermögen und Fitnessstand. Die etwas ruhiger agierenden Frauen und Männer erlebten neben der Natur auch abgestellte Traditionstechnik hautnah.

Die Pokalsieger des Abends. Foto:  André Stache

Die ambitionierten Athletinnen und Athleten wurden von den ewig langen Geraden und zum Teil heftigen Steigungen absolut gefordert. Herausragend waren die sportlichen Leistungen der Männer im Hauptlauf an diesem Tag. Im 8,8 Kilometer Lauf siegte nach 32,59 Minuten, Steffen Schirmer, der als Soldat seinen Dienst auf dem Fliegerhorst versieht, vor seinen Vereinskameraden vom Sportclub Laage,  Marcel Raith (36,24 min) und Maik Larisch (36,59 min). Aber auch die Frauen waren zügig unterwegs und konnten im Ziel Juliane Groth (TuS Neukalen) nach 43,31 Minuten als Siegerin feiern. Sie verwies Monique Raith (50,43 min) und ihre Tochter Joelina (51;00 min) auf die Plätze. Eine Siegerehrung mit Erinnerungsmedaillen für alle Aktiven und Pokalen für die Besten, rundete den sportlichen Abend ab.  Als Fazit bleibt, dass gemeinsam verbrachte Zeit für alle wertvoll ist und durch nichts zu ersetzen. Deshalb gilt den Verantwortlichen des Taktischen Luftwaffengeschaders 73 „S“, um Oberst Gerd Schnell, ein besonderer Dank. Die Frauen und Männer schafften die Grundlagen für dieses spektakuläre Event.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Familientag auf dem Fliegerhorst

Um den Angehörigen des Taktischen Luftwaffengeschwaders „S“ und deren Familien einen Einblick in den Dienst auf dem Fliegerhorst und in den Flugdienst zu geben, veranstaltete der Luftwaffenverband ein Familienfest. Der Wunsch des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, diesen Tag zu nutzen, um die eigene Arbeit präsentieren zu dürfen, wurde von den Verantwortlichen des Fliegerhorstes sehr wohlwollend aufgenommen und unterstützt. Die Bereitstellung eines Zeltes, auf einem sehr gut frequentierten Platz, Strom- und Wasseranschlüsse und der Transport des Materials waren die Grundlagen für eine hervorragende Präsentation der Militärseelsorge auf dem Fliegerhorst in Laage, deren Auftrag die Betreuung von mehr als 5000 Soldatinnen und Soldaten ist. Im Zuge der Veranstaltung besuchten weit über 500 Gäste die „Oase“ der Evangelischen Militärseelsorge. Es wurden fast 200 Liter Kaffee an den Mann oder die Frau gebracht und  mehr als 20 Kilogramm Gebäck verzehrt.

Engelbasteln am Stand der Militärseelsorge. Foto: J.Anders

Zum Höhepunkt für fast 150 Mädchen und Jungen avancierte die Engelbastelstation am Nachmittag, die auch viele Eltern zur Ruhe kommen ließ. Mit etwas Geschick und Unterstützung konnten Kinder einen kleinen Perlenengel gestalten, den alle als Erinnerung und Begleiter mit nach Hause nehmen konnten. Hervorzuheben war die Unterstützung des Katholischen Militärpfarramtes Rostock. Militärdekan Martin Roth und Parrhelfer Andy Sawatzki agierten, nicht zum 1.Mal, in ökumenischer Eintracht zum Wohle der Soldatinnen, Soldaten und deren Familien.
Ein besonderer Dank gilt wieder einmal den jungen Ausdauersportlerinnen und -sportlern der Laager Laufgruppe: Lena, Sophie, Phoebe, Florentine, Emi und Lara sowie den 16-jährigen Lars und Lennox. Ihre Unterstützung machte die Durchführung der Aktion in dieser Qualität erst möglich.

André Stache
Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Laager Laufgruppe begrüßt sein 160. Mitglied

Nach jedem Training werden die anwesenden Mitglieder der Laager Laufgruppe, im Zuge einer Abschlussrunde, mit den unterschiedlichsten Informationen versorgt und immer wieder kommt es vor, dass ein Raunen oder Staunen durch die Reihen der dann anwesenden Sportlerinnen und Sportler zieht. In den zurückliegenden Tagen war das wieder einmal der Fall, denn der Abteilungsleiter der agilen Ausdauersportler, André Stache, konnte die Aufnahme des 160. Mitgliedes vermelden.

Ella mit einem kleinen Präsent an der Seite des 1.Vorsitzenden, Stefan Grobbecker. Foto: André Stache

Die 6-jährige Ella Rachow blieb davon sichtlich unberührt, aber für die Organisatoren ist diese beeindruckende Zahl ein echter Meilenstein. Und interessierte Menschen sind selbstverständlich herzlich eingeladen, einfach beim Training vorbeizuschauen und den Laufsport mit all seinen Facetten unverbindlich auszuprobieren. Jede und jeder kann ausdauernd laufen lernen und der Einstieg in den Wettkampfsport ist jederzeit möglich.

SC Laage