Nach einer Begrüßung und einem Morgenimpuls startete Militärpfarrer Johannes Richter mit fast 30 Menschen die diesjährige Wanderung am Reformationstag auf dem Fliegerhorst in Laage. Und schon nach wenigen hundert Metern erlebten die Wanderfreunde die Aussicht auf herbstlich gefärbte Straßen und Wege und das Wanderglück war perfekt. Spätestens auf der Allee-Straße zwischen Dolgen und Striesdorf waren alle zufrieden und eine zu spürende Entschleunigung hatte jede und jeden erfasst. Die knorrigen, alten Bäume gaben das alte Mecklenburg frei und der erfrischende Wind und einige Regentropfen in den Gesichtern machten einfach nur glücklich. Und eine Teilnehmerin brachte es während einer Pause auf den Punkt, als sie bemerkte: “Der Herbst ist eine hervorragende Jahreszeit, um ein paar Schritte in der Natur zu absolvieren. 

Allein die schönen Farben der Blätter sorgen für ein tolles Wandererlebnis. Und die Luft ist ohnehin irgendwie besonders. Es riecht einfach nach Herbst.“ Gut drei Stunden gingen die Pilger in kleinen Gruppen mit guten Gesprächen und auch gelegentliche „Schweigepausen“ begleiteten alle zurück zum Fliegerhorst der Recknitzstadt. In den Räumen des Militärpfarramtes warteten dann eine selbst zubereitete, deftige Kartoffelsuppe, Kaffee und Tee und auch ein Gefühl der hektischen Zeit unserer Tage kurzeitig entflohen zu sein. Auch in diesem Jahr hatte sich die Wanderung am Reformationstag für alle gelohnt. Und das nicht nur wegen der Jakobsmuschel, die alle Teilnehmer am Ende von Militärpfarrer Richter überreicht bekamen.
André Stache
Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage