Archiv der Kategorie: Kirche

Barbarafeier auf dem Fliegerhorst in Laage

„Bei strenger Pflicht, getreu und schlicht!“ …schallte es durch unseren Munitionsbereich E300. Lodernde Schwedenfeuer flankierten fast schon mystisch den Weg zum Veranstaltungsort. In einer eigens dafür aufgebauten kleinen Zeltstadt neben dem Bürogebäude begrüßte am Mittwoch den 07.12.2022 Stabsfeldwebel Steffen Trapp alle Teilnehmer der eigentlich traditionellen am  4. Dezember stattfindenden Barbarafeier der Munitioner. In den vergangenen Jahren hatten sich leider die strengen Corana-Auflagen erfolgreich gegen diese Tradition durchgesetzt. Umso erfreulicher war der Umstand, dass sie zwar mit drei Tagen Verspätung, jedoch mit zahlreichen Gästen in diesem Jahr wieder zelebriert werden konnte.
Mit einer Andacht eröffnete Militärdekan Martin Jürgens die Feierlichkeiten im Andachtsraum auf dem Fliegerhorst. Danach marschierten die Andachtsteilnehmer mit einem Bollerwagen im Schlepptau zu ihrem Dienstgebäude. Die einsetzende Dämmerung wurde hierbei von einem beginnenden Graupelschauer begleitet. Kein Grund zu verzagen … schließlich gab es auf dem kurzen Marsch ausreichende Möglichkeiten sich Dank der mitgeführten Heißgetränke aufzuwärmen und sich nicht zuletzt über die Geschichte der Heiligen Barbara auszutauschen.

Foto: André Stache

Traditionsgemäß erbitten die Bergleute den Segen der Heiligen Barbara für das kommende Jahr. Barbara von Nikomedien ist eine populäre christliche Heilige. Der Überlieferung zufolge war sie eine christliche Jungfrau des 3. Jahrhunderts. Sie wurde demnach von ihrem Vater Dioscuros enthauptet, weil sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben und ihre jungfräuliche Hingabe an Gott aufzugeben. Doch für ihren Vater blieb diese Tat nicht ungesühnt. Kurze Zeit später wurde er vom Blitz getroffen und verstarb.
Als Schutzpatronin der Bergleute ist die heilige Barbara durchaus bekannt. Allerdings wird sie auch als Schutzpatronin der Artillerie verehrt und mit einer Kanone dargestellt, in der Hoffnung, die Artillerie möge ihre Ziele in derselben Weise treffen, wie der Blitz den Dioscuros traf.
Ihre Standhaftigkeit, das Eintreten für klare Prinzipien und ihren Glauben machen sie schließlich auch zur Schutzpatronin der Pioniere, der Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe und eben auch der Feuerwerker.
Dabei wird der Heiligen gedacht und für ihren Schutz vor Schießunfällen gedankt, denn Vertrauen in die Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht erfassen können, sollten uns bestimmt nicht schaden. Das letzte Wort hatte – wen wundert es – die heilige Barbara selbst. Auf einem geschmückten Thron sitzend, in einem seidenen Gewand gehüllt und mit markanter Perücke aufgestylt verkündete Stabsfeldwebel Marian Schulz die gelegentlich mit einem Augenzwinkern versehenen Weisheiten des Abends. Da wurden die sachkundigen Mannschaftsdienstgrade schnell zum Pulverjüngling, die Stabsunteroffiziere zu Pulverknechten, die Feldwebeldienstgrade zu Pulversäcken und der Offizier gar zum Bumskopf umbenannt. Am Ende war es einfach ein gemütlicher kameradschaftlicher Abend mit leckerem Essen und Getränken im Kreise aller Munitioner, bei dem die Prinzipien, welche beim Umgang mit Munition und Sprengstoffen unabdingbarer sind, gemäß dem Leitspruch der Feuerwerker „Bei strenger Pflicht, getreu und schlicht!“ gelebt wurden.

Michael Streblow & Steffen Trapp

Nikolaus begrüßt seine Soldaten am Kasernentor

Damit hatten die wenigsten Angehörigen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“ am Morgen des Nikolaustages gerechnet. Der Nikolaus persönlich begrüßte in Begleitung des Komodores, Joachim „Joe“ Kaschke, und seines Stellvertreters, Oberstleutnant Gerd Schnell, Soldaten, Soldatinnen und Zivilbedienstete des Laager Fliegerhorstes. Unterstützt wurde der Nikolaus von Kompaniefeldwebeln, dem Leiter des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, Militärdekan Martin Jürgens, und von Pfarrhelfer Andy Sawatzki vom Katholischen Militärpfarramt Rostock. Mit dieser lang geplanten Aktion hatten die Verantwortlichen eine besondere Premiere organisiert. Immerhin 750 Geschwaderangehörige und zivile Mitarbeiter weiterer Institutionen konnten mit einem Schoko-Nikolaus überrascht werden.

Organisatoren der Überraschung vor dem Kasernentor. Foto: Thomas Sebastian

Und vielleicht hat sich im Nachgang die Eine oder der Andere mit dem Nikolaus auseinandergesetzt, den es tatsächlich gab. Denn heute zählt Nikolaus zu den meistverehrten Heiligen der Christenheit und gilt als Schutzpatron zahlreicher Orte, Gruppen und Berufe.  Er wurde zwischen 280 und 286 in Patara in der heutigen Türkei geboren. Mit etwa 19 Jahren wurde er zum Priester geweiht und kurze Zeit später zum Bischof von Myra. Der Todestag des Bischofs war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351. Der Kult um den Nikolaus begann aber erst etwa 200 Jahre nach seinem Tod in Griechenland. Von dort breitete sich die Verehrung zunächst über die osteuropäischen Länder aus. Etwas später fasste die Verehrung im Westen Fuß, ab dem zehnten Jahrhundert ist sie aber auch für Deutschland, Frankreich und England nachweisbar. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Nikolaus, wie er heute verehrt wird, vermutlich eine Verschmelzung zweier historischer Personen ist. Zum Einen des schon erwähnten Bischofs von Myra und des gleichnamigen Abts Nikolaus von Sion, der später Bischof von Pinara – heute ebenfalls Türkei – wurde und im Jahr 564 starb.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Ehre wem Ehre gebührt – Sonja Maier würdig geehrt

Im Zuge einer Veranstaltung des Evangelischen Militärpfarramtes Laage wurde der Leiterin des Hauses Kranich in Zinnowitz, auf der Insel Usedom, eine besondere Ehre zu teil. Aus den Händen des Standortpfarrers für den Fliegerhorst in Laage, Militärdekan Martin Jürgens, erhielt Frau Sonja Maier die  Dankurkunde des Evangelischen Militärgeneraldekans, Matthias Heimer. Seit vielen Jahren ermöglicht die engagierte Leiterin des Hauses, gemeinsam mit ihrem Team, Soldaten und deren Familien Auszeiten auf Deutschlands schönster Insel.

Frau Maier und Militärdekan Martin Jürgens. Foto: André Stache

Unter der Leitung von Frau Maier wurde das fast 35 Jahre alte Haus Kranich nach einigen unruhigen Jahren in ruhige Zeiten geführt und auch für die Zukunft wettbewerbsfähig gemacht. Militärdekan Jürgens sagte im Zuge der Verleihung: “Die repräsentative Urkunde und das dazugehörige Präsent sind ein Akt der Wertschätzung Ihrer Tätigkeit. Gleichzeitig soll es aber auch dahingehend verstanden werden, dass die wichtige und wertvolle Arbeit wahrgenommen wird.“ Das Haus Kranich ist eine Einrichtung der Geistlichen Stiftung St. Georg und St. Spiritus zu Pasewalk.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Wir gehn in den Advent

Einer langen Tradition folgend, lud das Evangelische Militärpfarramt Laage Familien zur Familienrüstzeit am 1.Adventswochenende nach Zinnowitz, auf Deutschlands Sonneninsel Usedom, ein. Neben den Andachten und vielen Gesprächen zum Thema „Adventszeit – Zeit für uns alle“ überraschte Militärdekan, Martin Jürgens, seine fast 40 Rüstzeitteilnehmer mit Bastelaktionen rund um die Adventszeit. Kreativität und Geschicklichkeit sorgten dafür, dass alle Familien selbstgebastelte Sterne mit nach Hause nehmen konnten. Der Höhepunkt des Familienwochenendes war  in diesem Jahr der Rezitationswettbewerb. Insgesamt 8 tolle Beiträge begeisterten die Rüstzeitteilnehmer. Dabei wurde musiziert, rezitiert und gesungen. Die Wettbewerbsteilnehmer beeindruckten mit ungeahnten Talenten und ganz viel Kreativität. Nach dem Wettbewerb konnte eine ausgewählte Jury die Platzierungen festlegen und die Gewinner den neugierigen Zuschauern übermitteln. Nach einstimmigem Urteil gewann die 8-jährige Hedy den Wettbewerb. Ihr emotional vorgetragenes Weihnachtslied überzeugte die Jury am meisten.

Militärdekan Martin Jürgens mit den Siegern des Rezitationswettbewerbes. Foto: André Stache

Natürlich wurde auch wieder gemeinsam gesungen, Sport getrieben und bei ausgiebigen Spaziergängen das Leben genossen. In der emotionalen Abschlussrunde wurde allen bewusst, dass diese gemeinsamen Wochenenden sehr wertvoll sind, und die Anwesenden sprachen den Organisatoren ihren persönlichen Dank aus. Ein besonderer Dank gilt abschließend den Frauen und Männern um Sonja Maier, der Leiterin des Hauses Kranich, in Zinnowitz. Alle Mitarbeiter hatten immer ein offenes Ohr für die Rüstzeitgemeinde und bereiteten den Familien ein Zuhause für ein ganzes Wochenende auf der Insel Usedom.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Laufsportler im Fliegerhorst aktiv

Im Unterkunftsbereich des Fliegerhorstes Laage startete Militärdekan Martin Jürgens, am letzten Oktober-Samstag den 33. Seelsorgelauf des Evangelischen Militärpfarramtes Laage. Zuvor hatte der Stellvertretende Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73″S“, Oberstleutnant Gerd Schnell, die Läuferinnen und Läufer herzlich begrüßt. Überwiegend ausdauererprobte Sportlerinnen und Sportler vom Laufteam Rügen, dem Lauftreff des 1.LAV Rostock, dem Lauftreff Waren/Müritz und natürlich vom Sportclub Laage bildeten den Rahmen der Traditionsveranstaltung. Aber natürlich hatten sich auch nicht wenige Volksläufer unter die Aktiven gemischt. Und sportlich wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg. Kinder und Jugendliche starteten mit den Erwachsenen und alle kämpften um Meter und Sekunden. Und dabei forderten die äußeren Bedingungen alle Aktiven gleichermaßen. Kühle Temperaturen, leichter Wind und das mit seinen immer wieder kehrenden Steigungen gefürchtete Streckenprofil forderte ausnahmslos alle, egal ob sie nun 3 km, 6 km, 9 km oder sogar 12 Kilometer bewältigen wollten. Und die Wettkampfstrecke hatte, für die Athletinnen und Athleten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, einiges zu bieten. Ewig lange Geraden, vorbei an abgestellten Traditionsmaschinen, und die schon besagten heftigen Steigungen hatten es schon in sich. Und das wiederholte sich mehrmals, denn der Pendelkurs schickte die Athleten immer wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück.  Besonders im Hauptlauf entwickelte sich ein spannendes Rennen. Roger Kerschke, der aktiv für die FHSG Stralsund läuft, konnte nach großem Kampf mit einem hauchdünnen Vorsprung über 12 Kilometer nach starken 47,42 Minuten vor dem Laager Berufssoldaten Steffen Schirmer (47,44 min) gewinnen. Dessen 19-jährige Vereinskameradin von der Laager Laufgruppe, Juliane Göllnitz, beendete ihren 12 Kilometer Lauf als schnellste Frau nach 53,42 Minuten. Im Anschluss konnten die Aktiven bei deftigen Eintöpfen, Kuchen und Würstchen das Erlebte reflektieren und sich gleichzeitig auf die Siegerehrung vorbereiten.

Das Foto zeigt v.l. André Stache,Juliane Göllnitz, Roger Kerschke, OTL Schnell,  und Militärdekan Martin Jürgens. Foto: Jana Fischer

Abschließend gilt den Verantwortungsträgern des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“ ein besonderer Dank. Schließlich sind die Möglichkeiten, gemeinsame Zeit zu verbringen rar geworden und der Blick auf die pandemische Lage fordert immer wieder Ausdauer und Geduld. Ein Dank gilt neben der Militärischen Führung des Verbandes den freiwilligen Helfern und Partnern, denn das Evangelische Militärpfarramt in Laage bietet in Zusammenarbeit mit dem Sportclub Laage und der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage eine Fülle von Angeboten für die aktive Freizeitgestaltung. Und das ist in der jetzigen Zeit wichtiger denn je.

André Stache, Pfarrhelfer beim Ev. Militärpfarramt Laage

Die Sieger:
3 km
Sieger Männer,                                 Sieger Damen
Lennox Raith (11,23 min)               Johanna Heuck (12,08 min)  Sportclub Laage                              Sportclub Laage

6 km
Sieger Männer,                                Sieger Damen
Heinz Peter Zettl (23,47 min)         Stella Grobbecker (26,33 min)Sportclub Laage                                            Sportclub Laage

9 km
Sieger Männer,                                               Sieger Damen
Bernd Jänike (38,08 min),                             Hannah Schülzke ( 43,10 min)                                                                                                                                                                                                     Sportclub Laage                                             Laufteam Rügen

12 km
Sieger Männer,                                               Sieger Damen
Roger Kerschke (47,42 min)                         Juliane Göllnitz (53,42 min)                                                                                                                                                                                                            FHSG Stralsund                                            Sportclub Laage

 

 

Wandern wie zu Luthers Zeiten

Der große Reformator, Martin Luther, hätte seine Freude gehabt. Motivierte Wanderfreunde trafen sich zum gemeinsamen Pilgern am Reformationstag im Fliegerhorst der kleinen Recknitzstadt Laage. Nach einem Morgenimpuls am Glockenturm nutzten über vierzig Naturbegeisterte die Gelegenheit, mit den Vertretern des Militärpfarramtes Laage zu wandern. Kurz vor dem Start überreichte Militärdekan Jürgens jedem Teilnehmer ein Kreuz, das an einem Lederband verankert war, als persönliches Erinnerungsgeschenk. Ganz gemütlich, fast wie Pilgerer, zog es die Erwachsenen durch das urige Mecklenburg vom Fliegerhorst durch ein angrenzendes Wäldchen, durch umliegende Dörfer über Stock und Stein zurück zur Kaserne. Und die Wanderung hatte dann einiges zu bieten und begeisterte mit Naturnähe und Ursprünglichkeit. Eben typisch Mecklenburg. Nach einigen Stunden Fußmarsch erreichten die Pilger ihren Ausgangspunkt. Zeitgleich „stiefelten“ die Kinder unter der Führung von Pfarrhelfer Stache durch die militärische Anlage auf festgelegten Wegen und erkundeten so ein Stück Natur.

Die Teilnehmer der Wanderung. Foto: André Stache

Für Militärdekan Martin Jürgens stand nach fast drei Stunden Wanderung fest: “Es gibt nichts Schöneres, als die Natur auf zwei Beinen zu erkunden und das Wandern ist so herrlich unkompliziert. Ob ein leichter Spaziergang oder eine anspruchsvolle Tour – mit überschaubarer Ausrüstung ist man sofort dabei und entdeckt seine nähere Umgebung und vieles mehr.“ Kein Wunder also, dass das Wandern so beliebt ist.
Im Anschluss an die Wanderung des Evangelischen Militärpfarramtes trafen sich alle Teilnehmer in den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes Laage. Bei einer selbstgemachten Kartoffelsuppe, Kuchen und Kaffee wurde ausgiebig geschwatzt und natürlich für die kommenden Wochen geplant.  Das alles erlebt zu haben, war für die Teilnehmer schön und zugleich befriedigend. Und ein Fazit bleibt: „Wandern lohnt sich zu jeder Jahreszeit.“ Im Frühjahr und Herbst, wenn die Kraniche ziehen und das Laub sich rot und golden einfärbt, kommen Naturliebhaber besonders auf ihre Kosten.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt Laage

Keine Schuld ist dringender, als die, Danke zu sagen. (M. T. Cicero 106-43 v.Chr.)

Genau fünfundsiebzig Arbeitstage vor dem wohlverdienten Ruhestand wurde dem Angestellten des Laager Fliegerhorstes, Frank Schubert, eine ganz besondere Ehre zuteil. Aus den Händen des Standortpfarrers für den Fliegerhorst in Laage, Militärdekan Martin Jürgens, erhielt der Installateur die Dankurkunde des Evangelischen Militärgeneraldekans, Matthias Heimer. Mehr als 10 Jahre hatte der Handwerker die Arbeit des Evangelischen Militärpfarramtes Laage mit Wort und vielen guten Taten unterstützt. Militärdekan Jürgens sagte im Zuge der Verleihung: “Die repräsentative Urkunde und das dazugehörige Präsent sind ein Akt der Wertschätzung Ihrer Tätigkeit.Gleichzeitig soll es aber auch dahingehend verstanden werden, dass die wichtige und wertvolle Arbeit der vielen fleißigen Menschen in der Bundeswehr wahrgenommen wird.“ Frank Schubert wird nach mehr als 20 Jahren Tätigkeit auf dem Fliegerhorst nicht nur als Installateur fehlen. In den zurückliegenden Jahren war der gebürtige Mecklenburger und bekennende Hansa Rostock Fan auch für die praktische Ausbildung der zukünftigen Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker für Sanitärtechnik, Heizungstechnik und Klimatechnik auf dem Fliegerhorst in Laage verantwortlich.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Evangelisches Militärpfarramt Laage unterstützt den Volksbund

Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ führte im Rahmen der Hilfeleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auch in diesem Jahr einen Arbeitseinsatz auf dem Soldatenfriedhof Joachimow-Mogily/Polen, etwa 60 Kilometer westlich von Warschau, durch. Damit erfüllt die Bundeswehr seit Jahren die ihr von der Bundesregierung übertragene humanitäre Verpflichtung zur Pflege deutscher Soldatengräber.
An der Unterstützung beteiligt sich auch seit vielen Jahren das Evangelische Militärpfarramt in Laage. Militärdekan Martin Jürgens ließ es sich deshalb nicht nehmen und verabschiedete die Soldaten und Reservisten der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage nicht nur mit guten Worten und einem Reisesegen. Mit vielen guten, gesunden und leckeren Sachen im Gepäck konnte Stabsfeldwebel d. R. Andreas Kanserske mit seinem Team die 10-tägige Reise antreten, schließlich müssen sich die Soldaten und Reservisten zu großen Teilen selbst versorgen.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Anmerkung:

Mit dem Bau des Friedhofes, Soldatenfriedhof Joachimow-Mogily, war bereits nach dem Ersten Weltkrieg begonnen worden. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte aber die Fertigstellung und damit die Einbettung von Gefallenen. In den Jahren 1991/92 wurde das Gelände mit der noch erhaltenen kreisförmigen Anlage aus rotem Sandstein, von Umbettungen die aufgrund von Baumaßnahmen notwendig wurden, Ruhestätte für über 2.500 deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges. Die Gräber sind mit Grabplatten, die mehrere Namen tragen, gekennzeichnet. Für alle Gefallenen, die nicht mehr gefunden wurden, sind Namenplatten oberhalb der kreisförmigen Mauer angebracht. Ein Hochkreuz vollendet den Friedhof. Die Einweihung der Anlage fand am 5. Oktober 1991 statt.

Familienrüstzeit ist immer etwas Besonderes

Es ist Herbst und natürlich ist dann ein Besuch auf der Insel Usedom an sich schon etwas Besonderes. Wenn aber ein ganzes Wochenende mit Gleichgesinnten, im Haus Kranich, fast direkt an der Ostsee, verbracht werden kann, ist eine Familienrüstzeit ein guter Anlass, auf die traumhaft schöne Insel zu reisen. Neben der Themenarbeit, die das Thema „Zeit“ in den Mittelpunkt rückte, wurden natürlich Andachten gefeiert, die Themenarbeit zelebriert, aber auch gemeinsame Spaziergänge und Sport kamen bei den Rüstzeiterprobten Teilnehmern nicht zu kurz.

Militärdekan Martin Jürgens bei der Themenarbeit. Foto: André Stache

Aber auch die Kinder hatten ihre Freude. Strandspiele und gemeinsame Bastelaktionen, unter der Leitung einer ausgebildeten Erzieherin, ließen keine Wünsche offen.
Aber irgendwie war trotzdem alles neu. Denn zum ersten Mal war der „neue“ Standortpfarrer dabei. Militärdekan Martin Jürgens konnte am Ende sehr zufrieden sein, denn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren es auch. Der Tenor am Ende der Veranstaltung war eindeutig. Wie schade, dass die schöne Zeit so schnell vergangen ist. „Zinnowitz ist immer eine Reise wert – erst recht, wenn die Evangelische Militärseelsorge  zur Familienrüstzeit bittet“, resümierte ein Teilnehmer seine Beweggründe, um ein ganzes Wochenende mit Familien zu verbringen, die fast schon gute Freunde geworden sind.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

25 Jahre Geschwader „Steinhoff“ in Laage

25 Jahre – das ist eine lange Zeit, um zu wachsen, sich zu verwurzeln und auch ernst genommen zu werden. Deshalb ist ein herzlicher Glückwunsch durchaus angebracht. Das Evangelische Militärpfarramt Laage hat diesen langen Zeitraum zu großen Teilen mitbegleitet. Als das damalige Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ 2004 die ersten, hochmodernen Maschinen des Waffensystems EUROFIGHTER übernahm, fungierte der leider viel zu früh verstorbene Pastor Detlef Brügmann als Evangelischer Standortpfarrer noch im Nebenamt auf dem Fliegerhorst in Laage als Seelsorger. Mit seinem Tod, im Jahre 2005, übernahm das Evangelische Militärpfarramt in Neubrandenburg mit dem damaligen Leiter Militärpfarrer Christian Finkenstein die Arbeit auf dem Fliegerhorst. Im Jahr 2008 wurde das Evangelische Militärpfarramt in Laage aufgestellt und seitdem bilden das Militärpfarramt und das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ eine echte Einheit. Deshalb heißt „25 Jahre Geschwader „Steinhoff“ in Laage“ für uns, Militärdekan Martin Jürgens und Pfarrhelfer André Stache, auch 153 Soldaten- und Familienrüstzeiten, 72 Gottesdienste und Andachten, 37 Seelsorgeläufe, elf Familien-Fußballtage, zwölf Wanderungen am Reformationstag und unzählige Begegnungen mit den Menschen auf dem Fliegerhorst in Laage. Aber auch die Veränderungen im äußeren Erscheinungsbild sollten wir nicht vergessen. Denn 25 Jahre verändern nicht nur die Menschen. Viele Dinge verändern ihr Erscheinungsbild und oft wird das von außen Stehende kaum wahrgenommen. Im Fall des Militärpfarramtes wird das sicherlich an der, ausschließlich aus Spenden finanzierten Glocke, im Glockenturm vor dem Gebäude 20 sehr anschaulich belegt. Die Weihe der 50 Kilogramm schweren Bronzeglocke fand noch in einem provisorischen „Glockenwagen“ im Herbst 2007 statt. Ganze fünf Jahre später fand die Glocke ihren Platz in dem eigens dafür errichteten Glockenturm. Dieser Glockenturm wurde durch Militärdekan Johannes Wolf, der zehn Jahre die Verantwortung des Evangelischen Militärpfarramtes Laage trug, seiner Bestimmung übergeben und feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag. Was für ein Jubiläum!

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Militärdekan Jürgens bat zum Sommerfest

Mit einem zünftigen Sommerfest, dem eine Andacht vorangestellt war, stellte sich Militärdekan Martin Jürgens Soldatinnen, Soldaten und Zivilbediensteten auf dem Fliegerhorst der Recknitzstadt Laage vor. Im Unterkunftsbereich der Kaserne hatten Soldaten der Fliegenden Gruppe unter der Leitung ihres Kompaniefeldwebels die Grundlagen geschaffen. Und der Spieß der Einheit, Stabsfeldwebel Daniel Schwarz, ließ es sich nicht nehmen 80 Bratwürste selbst zu grillen. Militärdekan Martin Jürgens ist erst seit wenigen Wochen der zuständige Standortpfarrer und freute sich sehr über die Resonanz. Immerhin lernte der Seelsorger an diesem Nachmittag einige Dutzend Menschen persönlich kennen und war über das Interesse positiv überrascht. Als Leiter des Evangelischen Miliärpfarramts Laage ist der Geistliche, neben dem Fliegerhorst in Laage, für die Standorte Sanitz, Prangendorf, Gubkow,  Warbelow,  Bad Sülze, Neubrandenburg, Waren und Cölpin zuständig. Zudem hat der Militärpfarrer des Fliegerhorstes in Laage die Funktion des Stellvertreters des Leitenden Militärdekans in Kiel.

Foto: Lilly Krüger

Damit trägt der Soldatenseelsorger in Vertretung die Aufgaben des Leitenden Militärdekans, Armin Wenzel, und ist für die Aus- und Fortbildung der Pfarrhelferinnen und Pfarrhelfer verantwortlich. Der Dekanatsbereich umfasst das Gebiet der Bundesländer im Norden Deutschlands, die Bundeswehrdienststellen in Polen und auch die der Marinedienststellen. Abschließend gilt der Familie Lübs ein besonderer Dank. Sie sorgte für die Musikalische Umrahmung des Nachmittags.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Anmerkung:
Die Militärseelsorge ist ein ziviler Organisationsbereich der deutschen Bundeswehr mit der Aufgabe, einen Beitrag zur Betreuung der Soldaten und ihrer Familien zu leisten. Er ist in die evangelische, die katholische Militärseelsorge und jüdische Militärseelsorge unterteilt.

Charitylauf „walk & give“ wird zur Laager Erfolgsgeschichte

Eine der längsten Charity-Aktionen machte einen Stopp in Mecklenburg-Vorpommern. Bei diesen Aktionen werden ein ganzes Jahr lang einige tausend Menschen auf einem Laufband in Bewegung gebracht und können mit ihrer Leistung Geld für sich und ihre Projekte erlaufen. Nach sechs Stationen in Sachsen, Berlin und Niedersachsen  gastierte die Tour nun in Rostock und auch die Laufgruppe des SC Laage bekam ihre Chance. Es galt, für die Ausdauersportler die einfache Regel, dass drei Stunden am Stück gelaufen werden kann. Für jeden gelaufenen Kilometer erhalten die Vereine 10 Euro.

Die Abordnung des SC Laage und der bestens aufgelegte Moderator feuern Ole Reinholdt auf den letzten Metern an. Foto: Christine Boldt

Die 8-jährige Hedi Schneider, Pia Joelina Boldt (12), Paula (15), Sophie (17) und Lena Pommerehne (17), der 30-jährige Ole Reinholdt und der 60-jährige Peter Zettl bildeten das Team des SC Laage und erliefen stolze 40,71 Kilometer unter dem Beifall vieler Besucher des Kröpeliner Tor Centers in Rostock, denn genau dort fand das Event statt. Ein besonderer Dank gilt auch an die motivierende Moderation und die Versorgung der Aktiven.Der Vorstand des Clubs bedankt sich bei den Aktiven und ist sehr stolz auf die erbrachten Leistungen. Organisiert wird „walk & give“ vom Verein expica e.V. Unter dem Motto „gesund aufwachsen“ wendet sich der Verein mit Bewegungsangeboten und gesunder Ernährung vorwiegend an Kinder.

SC Laage 

Erlös des 9.City-Sport Abendlaufes kann sich sehen lassen – 12.700 Euro!

Durch das besondere Engagement des Rostocker Laufsportfachgeschäftes, City- Sport Gohlke, geht die Unterstützung für das Hospiz am Südstadtklinikum der Hansestadt Rostock in die nächste Runde. Die pandemiebedingten Ausfälle der Abendläufe in den zurückliegenden zwei Jahren schmerzten dem Hospiz sehr. Aber es wurde nicht gejammert. Vielmehr wurden Kräfte gebündelt, Freunde und Förderer zurückerobert und der nun schon 9. City-Sport Abendlauf organisiert. Immerhin 953 Läuferinnen, Läufer, Walker und auch einige Wanderer ließen sich in die Startlisten aufnehmen und bildeten einen sportlichen Rahmen, der wirklich keine Wünsche offen ließ. Viele Rostocker Vereine und auch die Laufgruppe des Sportclubs Laage nutzten die Veranstaltung für ein Zusatztraining. Einige testeten ohne Druck und Wertungen ihr persönliches Leistungsvermögen und wieder andere zeigten mit ihrer Teilnahme ihre Verbundenheit zum Hospiz und zur Hospizarbeit. Der Chef des Schuhsportfachgeschäftes aus der Rostocker City, Peter Gohlke, war auch Tage nach der Veranstaltung noch mächtig stolz auf sein Team, die vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfer und auf die Freunde und Förderer.

Die tolle Stimmung übertrug sich auf alle Teilnehmer. Foto: Ralf Sawacki

Für die Einrichtungs-und Pflegedienstleitung des Hospizes, Ivonne Fischer, war der 9. Abendlauf eine unvergessliche Veranstaltung, und immer wieder erklärte sie in Gesprächen mit den Aktiven, dass neben der fachkundigen, liebevollen palliativpflegerischen und palliativmedizinischen Begleitung die Bewohner und auch deren Angehörige die Möglichkeit bekommen, ihren ganz normalen Alltag zu leben. Die Spendensumme, die an das Hospiz fließt, hilft bei der Finanzierung der laufenden Ausgaben und der kleinen und großen Wünsche in der Hospiz-Arbeit. 95 % der von den Kranken- und Pflegekassen anerkannten Kosten des Hospiz-Aufenthaltes eines Bewohners erstatten die Kassen, 5 % und alle darüber hinaus anfallenden Kosten muss das Hospiz über Spenden finanzieren. Ein bemerkenswerter Fakt ist auch, dass kein Bewohner einen Eigenanteil leisten muss.

ast

Sommerrüstzeit ging viel zu schnell vorbei

Sommerrüstzeiten sind immer ein besonderes Erlebnis und viele können von Sonne und Strand einfach nicht genug bekommen. Und das war in diesem Jahr nicht anders für die 34 Rüstzeitteilnehmer des Evangelischen Militärpfarramtes Laage.
Aber es wurde nicht nur der Strand besucht. Es wurden Andachten gefeiert, die Schöpfung mit all ihren Facetten betrachtet, ein deftiger Grillabend zelebriert und auch die gemeinsame Zeit zum Spielen kam nicht zu kurz. Für alle war die Familienrüstzeit eine gute Gelegenheit Kraft zu tanken, und der Dank der Rüstzeitteilnehmer in der Abschlussrunde signalisierte, dass die inhaltliche Arbeit mit den Soldaten und ihren Familien ein Schwerpunkt der Rüstzeitarbeit ist und bleibt.

Andacht unter freiem Himmel mit Live-Musik. Foto: A.Stache

Für die Teilnehmer, die an dieser Art von kirchlichem Leben zum ersten Mal teilgenommen hatten, klärten sich am Ende der Veranstaltung viele Fragen von selbst.  Die Ehefrau eines Berufssoldaten, der auf dem Fliegerhorst in Laage seinen Dienst versieht, erklärte in einem Gespräch:“Familienrüstzeiten – das heißt nun für mich, neue Menschen kennenlernen, gemeinsam mit diesen zu spielen und zu singen, also  miteinander Zeit zu verbringen.“
Ein besonderer Dank gilt abschließend dem Team um Sonja Maier. Sehr angenehm war das Engagement des Personals im Haus Kranich. Deren Leidenschaft und ihr Bestreben, immer für die Gäste da sein zu wollen, waren die Grundlage für diese tolle Familienrüstzeit.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelisches Militärpfarramt Laage

Ehrung ehrenamtlicher Helfer des Volksbundes in Schwerin

Im Schlosskaffee des Schweriner Schlosses wurden in den zurückliegenden Tagen auch Mitglieder der Reservistenkameradschaft des Fliegerhorstes Laage im Zuge eines Festaktes zur Ehrung ehrenamtlicher Helfer des Landesverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. persönlich gewürdigt. Nach der Begrüßung durch die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse und einer Rede der stellvertretenden Landesvorsitzenden, Dr. Margret Seemann, wurden fleißige Sammlerinnen und Sammler, Schulen, Vertreter verschiedener Gemeinden, Soldaten und Einheiten der Bundeswehr zur Ehrung gebeten, bei der es sich der Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, Brigadegeneral Markus Kurczyk, nicht nehmen ließ, die Soldaten persönlich zu beglückwünschen. Mit der Ehrenurkunde und einem Buchpräsent wurden der Stabsfeldwebel Ricardo Timm und Fähnrich Fynn Matzke gewürdigt. Die Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „S“ erhielten die Auszeichnung für ihr überdurchschnittliches Engagement im Zuge der Haus- und Straßensammlung im zurückliegenden Kalenderjahr.

Das Foto zeigt v.l. Stabsfeldwebel Timm, Stfw d.R. Stache und Fähnrich Matzke. Foto: J.Pries

Stabsfeldwebel d.R. André Stache wurde mit der Silbernen Ehrennadel des Volksbundes ausgezeichnet, die das Engagement der zurückliegenden Jahre des 57-jährigen Reservisten, der im Hauptberuf Pfarrhelfer des Evangelischen Militärpfarramtes auf dem Fliegerhorst in Laage ist, würdigte. Den musikalischen Rahmen gestaltete das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Zudem betreut der Volksbund Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er unterstützt öffentliche und private Stellen und er pflegt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert nicht unerheblich die Begegnung junger Menschen an den Grabstätten der Toten.

RK Fliegerhorst Laage

10. Osterandacht auf dem Fliegerhorst

Endlich war es wieder einmal soweit. Nach fast drei Jahren Corona-bedingter Pause konnten Familien im Andachtsraum des Evangelischen Militärpfarramtes Laage wieder eine Andacht am Ostersonntagvormittag feiern. Und schon auf dem Weg zur Andacht konnten die Aufmerksamen unter den Gästen die Entfaltung und den ganzen Zauber der Schöpfung genießen, denn der Frühling präsentierte sich in voller Schönheit. In den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes pulsierte indes das Leben, denn in diesem Jahr hatten, nachdem Ruf der Fliegerhorst- Glocke,  mehr als zwanzig Andachtsgäste in der Kapelle des Evangelischen Militärpfarramtes Platz genommen und ließen sich in den Bann des Osterfestes ziehen. Neben den inhaltsstarken Texten beeindruckte der 22-jährige Florian Lübs mit  wunderschöner Piano-Musik und damit  hatte der angehende Pädagoge die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf seiner Seite. Gemeinsam wurde den Musikbeiträgen gelauscht, gebetet und die Auferstehung mit all ihren Facetten betrachtet.Nach einem deftigen Brunch, an dem sich die Andachtsteilnehmer durch das Mitbringen verschiedenster Leckereien beteiligt hatten, saßen alle noch einige Stunden beisammen und philosophierten über Gott, die Welt und das Osterfest.
Für die anwesenden Kinder wurde es am späten Vormittag noch einmal richtig „anstrengend“.
Nachdem diese mit einer Wurfangel, unter der Aufsicht eines Erwachsenen agiert hatten, wurden die buntbemalten Ostereier gesucht, die der Osterhase zuvor versteckt hatte. In Zusammenarbeit mit der militärischen Führung des Fliegerhorstes war die  10.Osterandacht am Vormittag des Ostersonntags  wieder ein schönes Erlebnis für Soldaten, Zivilbedienstete, Familienangehörige derer und Freunde der Militärseelsorge. Dafür gilt hier den Verantwortlichen und den fleißigen Helfern ein ganz großes Dankeschön.

André Stache,
Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Foto: A.Stache

Laager Kaffeekonzert wechselt nur den Standort

Zum traditionellen Kaffeekonzert lädt Rosalinde Hinnah, gemeinsam mit dem Caterer-Ehepaar Madelaine und Stefan Dachner, die Einwohner der kleinen Recknitzstadt Laage und ihre Gäste, am 01.Mai in, in die Breesener Straße 77 ein.
Ab 14.00 Uhr werden bei freiem Eintritt und erschwinglichen Preisen für Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, Bier und Bratwurst Laager Bürger und ihre Gäste die Gelegenheit bekommen, den Maifeiertag bei bester Unterhaltung zu erleben. Rosalinde Hinnah wird an diesem Nachmittag auch den Staffelstab der Kaffeekonzerte offiziell an Stefan Dachner übergeben.

Das Foto zeigt Rosalinde Hinnah. Foto: privat

Damit wird eine lange bestehende Tradition weitergetragen und für die Menschen der kleinen Recknitzstadt etwas Heimat bewahrt. Stefan Dachner erklärte bei einem Planungsgespräch:“ Mit dieser Veranstaltung möchte ich unser Partyzelt einweihen und ich freue mich sehr auf dieses und weitere Kaffeekonzerte in Laage.“ Und das dürfte auch im Interesse der Laager Einwohner sein, die schon immer und gerne gefeiert haben und das auch in der Zukunft möchten. Und das Schlusswort hatte, wie so oft, Rosalinde Hinnah:„Und wer nun das Gefühl hat, sich einbringen zu wollen, ist immer willkommen. Jede fleißige Hand ist sehr gern gesehen.“, so die Mitorganisatorin. Dementsprechende Kontaktaufnahmen sind erwünscht. „Man kann mich einfach ansprechen oder Herrn Dachner. Ich bin oft in der Stadt unterwegs und zu jedem Schwätzchen bereit.“, so die agile Rentnerin.

AST

Seelsorgelauf in den Frühling

Bei wunderschönen, fast schon frühlingshaften Bedingungen startete der diesjährige Seelsorgelauf des Evangelischen Militärpfarramtes im Unterkunftsbereich des Laager Fliegerhorstes. Als Familienevent zieht die Veranstaltung seit vielen Jahren laufbegeisterte Menschen in seinen Bann und besonders für die Kinder ist er ein Erlebnis. Die attraktive Laufstrecke, vorbei an abgestellten Traditionsmaschinen und die langen, windanfälligen Geraden bieten immer tolle Wettkämpfe. Die anschließende Siegerehrung, bei der alle Teilnehmer mit einer Medaille und einer Urkunde bedacht werden, ist immer wieder ein tolles Erlebnis. Und die Pokale für die schnellsten Läuferinnen und Läufer auf den vier unterschiedlich langen Wettkampfstrecken runden das Erlebnis perfekt ab. In diesem Jahr war das auch nicht anders. Nach der Vorbereitung, bei der motivierte Freunde der Militärseelsorge mit anpackten und einem theologischen Impuls direkt vor dem Start, liefen und walkten mehr als 50 Ausdauersportlerinnen und  -sportler um die begehrten Preise. Herauszuheben sind dabei die Leistungen in den Hauptläufen über 12 Kilometer. Der fast 55-jährige Stefan Grobbecker konnte nach großem Kampf nach starken 51,20 Minuten vor dem Rostocker Berufssoldaten Dirk Störtebecker (54,28 min) gewinnen.

Die Fotos zeigen den Start und Sieger des Laufes. Fotos: André Stache

Als schnellste Frau beendete die 16-jährige Juliane Göllnitz  ihren 12 Kilometer Lauf nach 54,46 Minuten. Das 9 Kilometer Rennen konnte die Laager Soldatin Christin Zimmermann  nach 48,30 Minuten für sich entscheiden. Schnellster Mann wurde der 41-jährige Marcel Raith, nach sehr ordentlichen 38,53 Minuten. Den 6 Kilometer Lauf entschied die 40-jährige Sandra Murr nach 26,26 Minuten für sich. Der angehende Polizist Maximilian Heise lief als schnellster Mann nach 28,36 Minuten ins Ziel. Richtig fix waren die schnellsten Kinder im 3 Kilometer Lauf unterwegs. Während die 12-jährige Pia Joelina Boldt nach 13,34 Minuten ins Ziel lief, beendete der fast 13-jährige Lenox Raith seinen Wettkampf nach 12,09 Minuten.  Am Ende war es wieder eine tolle Veranstaltung, die von vielen fleißigen Händen getragen wurde. Ihnen gebührt genau so ein großer Dank wie der militärischen Führung des Fliegerhorstes. Durch die Befürwortung eines solchen Events ist die Durchführung erst möglich.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Familienfußballtag pflegt Freundschaften und hält fit

Sicherlich sorgt der Fußball dafür, dass sich Gleichgesinnte treffen, miteinander dem Hobby frönen und danach noch in lockerer Runde verweilen. Aber auch die Bibel hat dazu etwas zu sagen, denn im Psalm 133;1 steht geschrieben: “Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!“
Und genauso hat es sich angefühlt. Ohne Schiedsrichter, nach einfachen Regeln und mit viel Spaß spielten die Mädchen und Jungen mit den zum Teil schon lebensälteren Männern in der hochmodernen Bolzarena in Bargeshagen bei Rostock. Und alle hatten ihren Spaß, denn die großen Tore und der Kunstrasen, der den Ball immer wieder schneller werden ließ, sorgten für Action und permanenten Torjubel auf dem Feld. Das Bandensystem und die Spielfelder, die vollständig mit Netzen umspannt sind, sorgen zudem dafür, dass der Ball permanent im Spielfeld blieb. Sicherlich war für einige das Fußballspiel eine echte „ernste“ Sache, aber Oberstabsfeldwebel Manfred Spelinski sah es ganz sachlich.

Die Fotos zeigen Teilnehmer des sportlichen Tages und eine Spielszene. Fotos: Christine Boldt

„Endlich wieder einmal unter Menschen, ohne Mund- Nasenschutz und regelnde Einschränkungen. Es hat einfach Freude bereitet.“, so der 56-jährige in der kleinen Runde nach dem Spiel. Und damit traf die Offerte des Evangelischen Militärpfarramtes Laage wieder einmal den Nerv nicht weniger Menschen. Denn es ist das Angebot das zählt. Es gilt, soziale Kontakte zu pflegen, aktiv zu sein und miteinander Zeit zu verbringen. Und genau das war das Ziel des Familienfußballtages. Abschließend gilt den Verantwortlichen der Bolzarena in Bargeshagen und dem Sportclub Laage ein großer Dank für die Unterstützung der Aktion.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Jetzt mal ganz ehrlich …

Der Informationsfeldwebel, Stabsfeldwebel Jan Seemann, Stab TaktLwG 73 „S“ und Pfarrhelfer André Stache im Dialog

Braucht man zum Glockenläuten eine Ausbildung? Stabsfeldwebel Jan Seemann möchte es genau wissen und Pfarrhelfer André Stache antwortet.
Seit über 1500 Jahren begleiten Kirchenglocken Christen durch ihr Leben. Sie rufen zu Andacht und Gebet, teilen unsere Zeit ein und mahnen uns, an den zu denken, aus dessen Hand unser Leben kommt. Es gibt wohl kaum ein Instrument über das so viel geschrieben und gedichtet wurde wie über die Glocke. Schon immer hat ihr Klang die Menschen beeindruckt und fasziniert. Täglich erschallen die Stimmen der Glocken über die Dächer unserer Städte und Gemeinden. In früherer Zeit bestimmte der Glockenklang den Tagesablauf der Menschen. Früh, mittags und abends wurde geläutet. Die Glocken gaben eine zeitliche Orientierung. Und sie läuteten zum Beispiel auch, wenn ein Feuer ausgebrochen war. „Dann wussten die Menschen, dass etwas passiert ist, wenn die Glocken eine viertel Stunde lang erklangen“, erzählt Pfarrhelfer Stache.
„Heute gibt es dafür andere Kommunikationswege“, fordert Jan Seemann sein Gegenüber heraus.
Die 50 Kilogramm schwere Glocke auf dem Fliegerhorst hat schon ihre eigene, beeindruckende Geschichte. Gegossen wurde sie in Karlsruhe im Frühjahr 2007 in der Glockengießerei Bachert und noch im Oktober desselben Jahres wurde die Glocke in einem mobilen Holzgestell geweiht. Ganze fünf Jahre später zog die Glocke im Oktober 2012 in den eigens dafür errichteten Glockenturm um. Und damit feiert der Glockenturm in diesem Jahr schon seinen zehnten Geburtstag. Geläutet wird die „Fliegerhorst-Glocke“ per Hand vor den Gottesdiensten und Andachten, um die Gemeinde zusammenzurufen sowie für Taufen, Hochzeiten, Bestattungen und ähnlichen Ereignisse (säkulares Geläut). Und das erfolgt dann mit viel Feingefühl und Konzentration. Am Seil ist der Verantwortliche immer darauf bedacht, einem bestimmten Rhythmus zu folgen.

Das Foto zeigt den Glockenturm auf dem Fliegerhorst in Laage. Foto: André Stache

Denn Glockenläuten bedeutet nicht einfach an dem Seil ziehen und fertig. „Dann macht es nur Bimm“. Richtig sei jedoch: „Bimm, Bamm“. Wenn also die Glocke zu einer Seite hochschwingt, muss der Klöppel zweimal jeweils gegen die linke und die rechte Glockenwand schlagen. Und damit es am Ende wirklich schön klingt, braucht es schon etwas Übung und Erfahrung. Zwei bis drei Jahre hat es bei mir bestimmt gedauert. Im Zuge meiner diakonischen Ausbildung durfte ich zum ersten Mal eine Glocke läuten. Und das ist nicht selbstverständlich in der heute so technikgeprägten Zeit. Stellt sich schnell die Frage ‚Warum manuelles Läuten noch notwendig ist?‘ Einerseits des Geldes wegen, denn ein elektrisch betriebenes Geläut ist teuer. Andererseits aus Überzeugung. „Wenn sich keiner mehr findet, der die Glocken läutet, ist die Kirche tot“, so Pfarrhelfer Stache.
Menschen die Glocken per Hand läuten nehmen wahr, ob ein Mensch oder eine Maschine aktiv ist. Bei einem Menschen sei der Klang ganz individuell; mal laut, mal leise, nicht immer gleichmäßig – ebenso, wie sich der „Glockenläuter“ gerade fühle. „Wenn eine Glocke erklingt, zeigt sie den Menschen: Hier ist kirchliches Leben!“ Sie ruft zum Gebet oder zu einem besonderen Ereignis – früher wie heute, denn Menschen sehnen sich nach Ritualen.