Archiv der Kategorie: Kirche

Amtseinführung mit Gottesdienst auf dem Fliegerhorst

Im Auftrag des Evangelischen Militärbischofs Dr. Bernhard Felmberg hatte der Leitende Evangelische Militärdekan Nord mit Sitz in Kiel, Ernst Raunig, zur kirchlichen Einführung des Evangelischen Militärpfarrers, Johannes Richter, gebeten und Soldatinnen, Soldaten, Zivilbedienstete der Bundeswehr sowie Freunde und Familienangehörige waren der Einladung, trotz der Wetterunbilden, persönlich gefolgt. Mit einem beeindruckenden Gottesdienst im großen Saal der Offizier-/ Unteroffiziersheimgesellschaft des Fliegerhorstes in Laage zelebrierten Theologen des Nordkonventes die Einführung, während hinter der gewaltigen Fensterfassade der Winter Einzug gehalten hatte und der deutlich zu vernehmende Sound eines startenden Eurofighters einigen ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte.

Militärdekan Raunig, Militärpfarrer Richter und die Rostocker Militärpfarrer Felix Halbensleben und Christian Moritz. Foto: A. Stache

Viele gute Gespräche, Kaffee, Kuchen, Softgetränke und eine deftige Soljanka rundeten den Nachmittag ab und Militärpfarrer Richter konnte noch viele Hände schütteln und Glückwünsche entgegennehmen. Er selbst sprach aber auch Worte des Dankes an die Soldatinnen und Soldaten aus, die die Veranstaltung perfekt vorbereitet hatten und damit für den äußeren Rahmen sorgten.
Anzumerken bleibt, dass Militärpfarrer Johannes Richter, als Leiter des Evangelischen Miliärpfarramtes Laage, neben dem Fliegerhorst in Laage, für die Standorte Sanitz, Prangendorf, Gubkow, Warbelow, Bad Sülze, Neubrandenburg, Waren und Cölpin zuständig ist. Ein besonderer Dank gilt abschließend den Verantwortungsträgern des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“ für deren Unterstützung bei der Organisation und Umsetzung der Amtseinführung.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim evangelischen Militärpfarramt in Laage

Luftwaffengeschwader unterstützt Kinder- und Jugendarbeit

Der Vorsitzende des Kreisanglerverbandes Landkreis Rostock e.V., Hauptmann Heiko Krüger, und der 2.Vorsitzende des Sportclubs Laage, Militärseelsorgeassistent André Stache, nahmen in den vergangenen Tagen eine großzügige Spende entgegen.
Der Kommodores des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 “S“, Oberst Dominique Gentzsch, überreichte symbolisch Spendenchecks an die beiden Vertreter der ehrenamtlich geführten Vereine.
Die Spenden wurden aus dem Erlös, des im Dezember durchgeführten Adventsmarkt am Fliegerhorst Laage, gesammelt. Damit unterstützt das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „S“ zielgerichtet die Kinder- und Jugendarbeit in der Region. Der Sportclub Laage wird die Mittel in die Ferienfreizeiten in den Winter- und Herbstferien einfließen lassen. Kinder die nicht im organisierten Vereinssport können auch an den Ferienfreizeiten teilnehmen.

André Stache, OStFw Daniel Schwarz, Oberst Gentzsch und Hauptmann Krüger beim Erinnerungsfoto. Foto: FMZ/Sebastian Thomas

Der Adventsmarkt, der am 3. Adventssonntag in den Räumen der Offizier-/ Unteroffizierheimgesellschaft abgehalten wurde, war durch Kompaniefeldwebel des Verbandes initiiert worden und ein tolles Familienerlebnis. Unterstützt wurden sie vom Deutschen Bundeswehr Verband e.V., dem Evangelischen Militärpfarramt Laage, vom Katholischen Militärpfarramt Rostock und der Laager Laufgruppe.

André Stache, MSA beim Evangelischen Militärpfarramt Laage

Volksbund dankt Laager Soldaten und Reservisten

Der Bundeswehr-Beauftragte des Volksbundes für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den Reservisten in Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel ist selbstredend auch für die Vorbereitung und Organisation von Kriegsgräberpflegeeinsätzen zuständig.

In diesem Jahr waren 40 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern freiwillig und hoch motiviert zu 4 Kriegsgräberpflegeeinsätzen im Einsatz. Einen davon hat das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ aus Laage unter Leitung von Herrn Hauptfeldwebel Bernd Weichmann vom 07. bis 14. September 2025 mit insgesamt 10 Teilnehmern auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Krakau / Polen mit großem Engagement erfolgreich durchgeführt.

Das Foto zeigt die Protagonisten der Ehrungsveranstaltung. Foto: Dirk Frontzek

Nach den Arbeitseinsätzen werden Ehrungsveranstaltungen für die Teilnehmer organisiert. Grygiels Bestreben ist es immer, dass die Ehrung im öffentlichen Raum stattfindet, weil es den Teilnehmern eine besondere Wertschätzung für ihren Einsatz vermittelt.

Deshalb fand in den zurückliegenden Tagen, im Bürgersaal des Laager Rathauses, eine würdige und unterhaltsame Ehrungsveranstaltung statt. Grußworte durch die Bürgermeisterin der Stadt Laage, Christin Zimmermann, sowie Worte des Dankes vom Geschäftsführer Volksbund des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Philipp Schinschke, und von André Stache, dem Vorsitzenden der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage sowie von Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel bildeten den äußeren Rahmen. Die Überreichung der Urkunden und Präsente für die Teilnehmer des Kriegsgräberpflegeeinsatzes rundete die kurzweilige Veranstaltung perfekt ab.

ast

Silvesterlauf in Zinnowitz mit tollem Ergebnis

Den letzten Tag des Jahres nutzten mehr als 150 Ausdauersportler unter Federführung der Usedomer Laufmützen und Mitgliedern der Laager Laufgruppe, um das alte Jahr laufend, walkend und auch wandernd zu verabschieden. Den äußeren Rahmen gestaltete dabei als Gastgeber das Team vom Haus Kranich in Zinnowitz. Die Lauf-, Wander- und Walkingstrecken führten durch den Küstenwald in Richtung Zempin und zurück. Auf den angefrorenen Wegen erlebten die Sportler bei leichtem Schneefall die urtypische, pommersche Landschaft und die brausende Ostsee bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Im Ziel begrüßte das Team vom Haus Kranich die Teilnehmer mit warmen Getränken, Obst und Kuchen.

Die Präsentation des Spendenschecks aus Laage. Foto: Matthias Gründling

Das Evangelische Militärpfarramt Laage übergab zudem Medaillen. Schwerpunkt der Veranstaltung war allerdings das Sammeln von Spenden für den Förderverein des Kinder- und Jugendhospizes „Leuchtturm“ e.V. in Greifswald. Unter anderem wurde eine opulente Spendensumme durch Soldaten überreicht. Das Taktische Luftwaffengeschwaders 73 „S“ hatte bei der zurückliegenden Weihnachtsfeier 700,00 Euro gesammelt.
Der Förderverein Kinderhospiz Leuchtturm e.V. in Greifswald agiert als Wegbereiter, um Situationen für betroffene Kinder und Eltern in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern. Das Ziel ist die Unterstützung der gegenwärtigen ambulanten Kinderhospizarbeit bis zur Etablierung eines stationären Kinderhospizes in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt konnten sich die engagierten Laufmützen an diesem Tag über die fantastische Spendensumme von 2.646,92 Euro freuen.

ast

Familienrüstzeit zum Jahreswechsel

Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg)

Die Silvesterrüstzeiten des Evangelischen Militärpfarramtes Laage sind immer ein besonderes Erlebnis. Familien verschiedener Standorte treffen sich, um aufzutanken und einfach zu entspannen. Am Vortag des Silvestertages 2025 trafen sich insgesamt acht Familien, um miteinander die Zeit des Jahreswechsels zu verleben. Der Einladung von Militärpfarrer Johannes Richter gefolgt, verbrachten sie gemeinsam den Jahreswechsel, im Zuge einer Familienrüstzeit, im Haus Kranich in Zinnowitz auf der Insel Usedom. Emotionale Andachten, auch am Silvester Abend, die gemeinsame Gestaltung der Dekoration für die Party zum Jahreswechsel und die Party selbst wurden echte Highlights der Familienrüstzeit.

Die raue Ostsee am letzten Tag des Jahres. Foto: Sven Block

Viele gute Gespräche rundeten das Programm perfekt ab. Fallende Schneeflocken luden zudem zu Spaziergängen ein. Es war einfach schön, die Seeluft zu genießen und dabei die Schöpfung zu erleben. Die raue See und dazugehöriger Wind schafften zudem eine Atmosphäre, um über vergangenes und selbstverständliches zu philosophieren und Pläne zu schmieden, das allerdings wieder im warmen Foyer des Hauses, mit einem Glas Glühwein oder Tee. Ein besonderer Dank gilt zurückblickend der Leiterin des Hauses Kranich, Frau Jenny Kohn. Mit ihrem Team, das motiviert und engagiert für die Rüstzeitgemeinde agierte, sorgte sie nicht unerheblich für eine gute Stimmung.

André Stache, MSA beim Evangelisches Militärpfarramt Laage

Reservistenkameradschaft blickt auf ein gutes Jahr zurück

In den zurückliegenden Monaten konnte die Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage ihre Aktivitäten planmäßig durchführen und darf zufrieden und dankbar zurückblicken. Neben dem Jahresempfang zum 10. Geburtstag der Reservistenkameradschaft, im großen Saal der Offizier-/Unteroffizierheimgesellschaft des Laager Fliegerhorstes, waren die Arbeitseinsätze am Blücherdenkmal in Laage, Info-Veranstaltungen des Volksbundes, das Sommerfest mit einer Besichtigung des Laager Fliegerhorstes, eine organisierte Wanderung am Reformationstag, Sportabzeichen- abnahmetage und verschiedene Ausbildungsveranstaltungen Arbeitsschwerpunkte.Zum Kernpunkt avancierte sicherlich der Arbeitseinsatz einiger Kameraden im 840 Kilometer entfernten Krakau in Polen. Mit Schaufeln, Spaten, Hacken und Sägen „bewaffnet“, konnten Männer, unter denen sich auch einige Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „S“ befanden, die wichtige Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. unterstützen. Außerdem konnte die Kameradschaft dem Volksbund wieder eine Sammelspende übergeben, die aus dem Erlös der Straßensammlung hervorging. Selbstverständlich waren Angehörige der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage bei der Gedenkveranstaltung, im Zuge des Volkstrauertages, am Ehrenmal im Laager Ortsteil Kronskamp, vor den Toren des Fliegerhorstes, zugegen. Den Verantwortungsträgern des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „S“ und des Evangelischen Militärpfarramtes Laage gilt ein besonderer Dank für die Unterstützung der Arbeit der Reservistenkameradschaft des Laager Fliegerhorstes.

André Stache, StFw d.R. / 1.Vorsitzender der RK Fliegerhorst Laage

Adventsmarkt mit vielen Gästen im Fliegerhorst

Eine beeindruckende Weihnachts-Atmosphäre begrüßte die vielen Gäste des 3. Adventsmarktes im großen Saal der Offizier/Unteroffizierheimgesellschaft des Laager Fliegerhorstes. Mit dem Betreten des Saals erklärte eine Besucherin ganz spontan: “Das äußere Ambiente ist einfach wunderbar anzuschauen. Während die Attraktionen im großen Saal besonders die Kinder fesseln, können die Erwachsenen an Feuerschalen und ansehnlichen Holzhütten fachsimpeln oder einfach nur die Zeit genießen.“
Der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 “S“, Oberst Dominique Gentzsch, nutzte in seiner Begrüßung die Gelegenheit, die Arbeit der Organisatoren und die Umsetzung hervorzuheben. Schließlich hatten Soldatinnen und Soldaten seines Verbandes die Grundlagen für dieses spektakuläre Event geschaffen und am Ende war das Ergebnis einfach perfekt.

Ein Weihnachtsengel (Maria Sonnenberg) liest die Weihnachtsgeschichte. Foto: A.Stache

Über fünf Stunden kannte an diesem Adventssonntag der Trubel keine Grenzen. Eine Hüpfburg, die opulente Bastelstraße mit Kinderschminken, wunderschöner Violinen Live-Musik, eine Tombola und allerlei Leckereien sorgten für eine ausgelassene Stimmung unter den zahlreichen Familien. Die Weihnachtsgeschichte, vom Weihnachtsengel mehrmals gelesen, eine kurzweilige Versteigerung und auch der Besuch des Weihnachsmanns lockerten den Rahmen immer wieder auf. Unterstützt wurden die Organisatoren vom Deutschen Bundeswehr Verband e.V., vom Bundeswehr Sozialwerk, der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung, dem Evangelischen Militärpfarramt Laage, vom Katholischen Militärpfarramt Rostock und von fleißigen Mädchen der Laager Laufgruppe.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt Laage

Luftwaffenoffizier für ehrenamtliches Engagement geehrt

Der Laager Luftwaffenoffizier, Heiko Krüger, war einer der 36 Frauen und Männer, die in der Landeshauptstadt Schwerin mit der Ehrennadel für besondere Verdienste im Ehrenamt in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wurden. Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte aus Anlass des Tages des Ehrenamtes verdienstvolle Ehrenamtliche zu einer festlichen Veranstaltung eingeladen. „Das Ehrenamt stärkt den Zusammenhalt in unserem Land. Das ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig. Viele Menschen stiften mit ihrem Engagement Zuversicht, Mut und Hoffnung. Das Ehrenamt hilft dabei, schwierigen Situationen mit Courage und Vertrauen zu begegnen. Ob in Organisationen wie dem DRK oder der Volkssolidarität, in den vielen Freiwilligen Feuerwehren, in Vereinen und Verbänden, kleinen Initiativen oder bei der Nachbarschaftshilfe – allerorts kümmern sich Ehrenamtliche um Kinder, Jugendliche und Ältere, um Nachbarn und Hilfsbedürftige. Das verdient Respekt und Anerkennung.“, erklärte die Ministerpräsidentin im Vorfeld der Auszeichnungsveranstaltung.

Heiko Krüger, die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Carmen Krüger. Foto: privat

Für Heiko Krüger, der seinen Dienst auf dem Fliegerhorst in Laage versieht, ist das Ehrenamt breit gefächert. Als 1.Vorsitzender des Kreisanglerverbandes Landkreis Rostock e.V. liegt ihm allerdings besonders die Nachwuchsarbeit am Herzen. Die durch ihn initiierten Jugendangeltage und das spektakuläre Angelcamp für Mädchen und Jungen aus dem ganzen Norden sind dabei absolut legendär. Der 60-jährige bemerkte dazu: „Selbstverständlich fühle ich mich sehr geehrt und bin auch sehr stolz. Aber ohne meine Frau Carmen und die fleißigen Helfer und Unterstützer bin ich nicht in der Lage, so viel zu bewegen. Deshalb gebührt diesen Menschen ebenfalls Respekt und ein großes Dankeschön.“
Der Internationale Tag des Ehrenamtes wurde durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen und wird offiziell jährlich am 5. Dezember begangen.

ast

Adventsrüstzeit begeistert Familien

Seit fast 20 Jahren bittet das Evangelische Militärpfarramt Laage Familien am 1.Adventswochenende zu einer Familienrüstzeit, nach Zinnowitz auf die Insel Usedom. In diesem Jahr überraschte Militärpfarrer, Johannes Richter, die 40 Rüstzeitteilnehmer mit einer interessanten Themenarbeit und Bastelaktionen rund um die Adventszeit. Ein Höhepunkt war auch in diesem Jahr der Rezitationswettbewerb. Tolle Beiträge überraschten die Familien und nicht wenige trauten ihren Augen und Ohren kaum. Schließlich beeindruckten die Wettbewerbsteilnehmer mit ungeahnten Talenten. Das stimmungsvoll vorgetragene Lied, „Ich bin ein Rostocker Jung“, bescherte Mateo Queisser den Siegerpokal und tosenden Applaus.

Die Teilnehmer  des Rezitationswettbewerbes auf einen Blick. Foto: A.Stache

Neben den traditionellen morgendlichen Läufen und Spaziergängen an der rauen Ostsee wurde auch wieder gemeinsam gesungen, Andachten gefeiert und Erlebnisse rund um die wohl schönste Zeit des Jahres ausgetauscht. In der emotionalen Abschlussrunde wurde allen bewusst, dass diese gemeinsamen Wochenenden unglaublich wertvoll sind, und die Anwesenden sprachen den Organisatoren ihren persönlichen Dank aus. Und auch dem Personal des Hauses Kranich gilt ein besonderes Dankeschön. Wie immer gestalteten die Frauen und Männer ein Zuhause auf Zeit und machten die Abreise wieder sehr schwer.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Soldatenrüstzeit mit interessanten Inhalten erlebt

Mit einem heftigen Wintereinbruch über Norddeutschland startete die Soldatenrüstzeit der Nachschub- und Transsportstaffel des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“. Dabei wurde das Kernthema, „Der Soldat in unserer Zeit!“, aus unterschiedlichten Blickwinkeln betrachtet und natürlich auch über die Facetten des Berufes offen und ausnahmslos sachlich philosophiert. Zum Höhepunkt avancierte, nach einem ausgiebigen Spaziergang von Zinnowitz nach Zempin und zurück über die Promenade der Seebäder mit Blick auf die Ostsee,ein deftiger Bayrischer Abend.

Rüstzeitteilnehmer an der verschneiten Ostsee. Foto: André Stache

Und trotz der inhaltlichen Themenarbeit blieb Zeit für viele gute Gespräche. Nach dieser Erfahrung konnten die Unteroffiziere wieder gut „gerüstet„ in ihren Alltag gehen. Ein besonderer Dank gilt am Ende neben Oberstabsfeldwebel Daniel Schwarz, der einen großen Teil der Organisation bewältigt hatte, dem Personal des Hauses Kranich in Zinnowitz. Sehr angenehm war die Leidenschaft des Personals im Haus Kranich. Deren besonderes Engagement und die Absicht immer für die Gäste da sein zu wollen, waren die Grundlage für diese tolle Soldatenrüstzeit.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt Laage

40. Seelsorgelauf – Zeit für Familien und Freunde

Mit der offiziellen Begrüßung durch Militärpfarrer Johannes Richter, als Leiter des Evangelischen Militärpfarramtes Laage und Oberstleutnant Steffen Schirmer für das Taktische Luftwaffengeschwader 73“S“ war für viele die erste Anspannung verflogen und Alle ließen sich auf die solide Organisation und die anspruchsvolle Wettkampfstrecke ein. Mit dem Start wurden die äußeren Bedingungen für alle Aktiven spürbar. Kühle Temperaturen, leichter Wind und das mit seinen immer wieder kehrenden Steigungen gefürchtete Streckenprofil forderten alle, egal ob sie nun 3 km, 6 km, 9 km oder sogar 12 Kilometer bewältigen wollten. In diesem Herbst waren 83 interessierte Ausdauersportler, in Begleitung von Freunden und Familien, aus Güstrow, Rostock und der Insel Rügen am Start. Auf den längeren Abschnitten prägten rassige Zweikämpfe und taktische Geplänkel die Wettkämpfe, genau wie der besagte kühle Wind, der im Norden gefühlt immer als Gegenwind ankommt.

Die Fotos zeigen die Sieger der Läufe mit MilPfr Richter (li.), eine Gruppe kurz vor der Wende und den Sieger des 6 Kilometer Rennens, Marcel Raith. Fotos: Herzog / FMZ TaktLWG 73″S“

Und trotzdem konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Über die 12 Kilometer Distanz konnte Ole Reinholdt (45,31 min) gewinnen. Schnellste Frau wurde Hannah Schölzke (56,22 min). Die 9 Kilometer Rennen konnten Julia Drägert (47,28 min) und Hendrik Freundt nach 36,22 Minuten erfolgreich gestalten. Die 6 Kilometer Läufe gewannen Paola Paeschke (29,22 min) und Marcel Raith (25,36 min). Den kürzesten Lauf, über die 3 Kilometer Distanz, gewannen Merle Larisch (15,26 min) und Mats Scholl nach 14,29 Minuten. Die Organisation hatten die Ausdauersportlerinnen und -sportler der Laager Laufgruppe, in diesem Jahr mit großer Unterstützung des Laufteams Rügen als langjähriger Partner des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, fest in der Hand und bis zur letzten Minute konnten sich alle Anwesenden sicher sein, dass auch bei der abschließenden Flurparty mit Eintopf, Würstchen, Kaffee und Kuchen und der Siegerehrung mit Erinnerungsplaketten für die Aktiven und Pokalen für die Besten, alle auf ihre Kosten kamen. Mit der Verabschiedung wurde deutlich, wie wichtig diese Veranstaltungen für unsere Familien sind. Gemeinsam Zeit zu verbringen, ist für Alle wesentlich und durch nichts zu ersetzen. Deshalb gilt den Verantwortlichen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „S“ ein besonderer Dank. Die Frauen und Männer schafften die Grundlagen für dieses eindrucksvolle Event.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Ev. Militärpfaramt Laage

Ausbildung und Ehrung für Reservisten

Im Zuge einer ABC-Ausbildung für Angehörige der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage auf dem Fliegerhorst der Recknitzstadt durften sich der Oberstabsgefreite der Reserve, Dr. Andreas Harms, und der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft, Stabsfeldwebel d.R. André Stache, über eine besondere Ehrung freuen. Beide erhielten aus den Händen des Landesgeschäftsführers des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, Oberstabsfeldwebel d.R. René Niemann, eine Dankurkunde und ein persönliches Präsent des Landesvorsitzenden des Reservistenverbandes Oberstleutnant d. R. Peter Schur.

Stabsfeldwebel d.R. André Stache, der Oberstabsgefreite der Reserve Dr. Andreas Harms und Oberstabsfeldwebel d.R. René Niemann.
Foto: Armin Pfeiffer

Die Ausbildung selbst, die vom Oberstabsgefreiten der Reserve, Dr. Andreas Harms, organisiert und durchgeführt wurde, vermittelte den Anwesenden atomares, biologisches und chemisches militärisches Grundwissen auf dem derzeitigen Stand. Zudem wurden den Anwesenden Teile der ABC-Schutzausstattung präsentiert und der sichere Umgang im An- und Ablegen dieser betrachtet. Sehr interessant war die Vermittlung von theoretischem Wissen über den Umgang mit ABC-Wirkmitteln. Die Ausbildung brachte für alle Teilnehmer viele neue Erkenntnisse und unterstrich einmal mehr die Bedeutung der ABC-Abwehr in unserer Zeit. Anzumerken bleibt, dass die Veranstaltung in den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes Laage auf dem Fliegerhorst der Recknitzstadt stattfand. Diesem und der Militärischen Führung des Verbandes gebührt für die herausragende Unterstützung der Arbeit der Reservistenkameradschaft ein besonderer Dank.

RK FlgH Laage

Kranzniederlegung am Volkstrauertag am Ehrenmal in Kronskamp

Der Volkstrauertag ist in der Bundesrepublik Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Er wird seit 73 Jahren zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag statt und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Mit einer beeindruckenden Kranzniederlegung gedachten am Nachmittag des Volkstrauertages, am Ehrenmal im Laager Ortsteil Kronskamp, vor den Toren des Fliegerhorstes, der 1. Stadtrat der Stadt Laage, Herr Christian Paulus und der Evangelische Militärpfarrer, Johannes Richter, den Opfern von Gewalt, Krieg und gefallener Soldaten. Die Totenehrung, zu der die Stadt Laage gemeinsam mit dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „S“ eingeladen hatte, wurde von einigen Dutzend Einwohnern und Gästen, unter denen sich auch Reservisten der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage befanden, verfolgt. In ihren Reden erinnerten Militärpfarrer Richter und Herr Paulus an die Folgen von Krieg, Gewalt und Vertreibung.

Das Foto zeigt Reservisten, Soldaten , den Stellvertretenden Kommodore des Takt Luftwaffengeschwader 73″S“, Herrn Stephan Mohler sowie den 1. Stadtrat der Stadt Laage, Herr Christian Paulus.  Foto: Fritz Bartels

Der Volkstrauertag mahnt und verpflichtet, das geschehene Unrecht nicht zu vergessen und sich für einen dauerhaften Frieden einzusetzen. Im Anschluss an die Ausführungen des Redners legten der 1. Stadtrat der Stadt Laage, Herr Christian Paulus, für die Stadt Laage und Major Schmidt, für das Taktische Luftwaffengeschwader 73″S“ Kränze zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt am Mahnmal in Kronskamp nieder. Die Stele auf der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Quarantänelagers in Kronskamp bei Laage trägt folgende Inschrift: “Zwischen Herbst 1945 und Herbst 1946 bestand in Kronskamp ein Flüchtlings-Quarantänelager.“ Über die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen, die durch das Lager durchgeschleust wurden, existieren keine Angaben. Bürger aus Kronskamp gaben an, dass es über 2000 Menschen waren, die infolge von Hunger und Infektionskrankheiten im Lager starben. Neben dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 ″S“ und dem Evangelischen Militärpfarramt in Laage gilt der Evangelischen Kirchgemeinde Laage für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Gedenkveranstaltung ein besonderer Dank.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Für heute Brot, für heute Licht, für heute Kraft – mehr brauch ich nicht.

Mit diesen Worten eines Kindergedichtes begrüßte Militärseelsorgeassistent, Andrè Stache, mehr als dreißig Wanderbegeisterte am Morgen des diesjährigen Reformationstages auf dem Fliegerhorst in Laage. Wohl wissend, dass Menschen besonders in unserer jetzigen Zeit viel mehr benötigen, was unser Leben positiv beeinflusst und unsere Gesellschaft zusammenhält, schickte der 60-jährige die motivierte Gruppe auf eine fast dreistündige Wanderung um den Fliegerhorst. Bunte Bäume, Sträucher und glänzende Früchte sowie der bedeckte Himmel machten die Wanderung am Reformationstag, der in Mecklenburg-Vorpommern ein Feiertag ist, zu einem besonderen Erlebnis.
Während gute Gespräche nicht Wenige begleiteten, nutzten einige die Gelegenheit, um unter knorrigen Eichen und in typischen mecklenburgischen Dörfern schweigend die Zeit für sich zu genießen.

Teilnehmer der Wanderung am Reformationstag in Laage. Foto: Heike Knabe

Nach einigen Stunden Fußmarsch erreichten die Pilger ihren Ausgangspunkt, wo ein deftiger Kartoffeleintopf wartete. Außerdem luden Kaffee, Kuchen und Tee sowie etliche Leckereien, die die Pilger selbst zubereitet hatten, zum Verzehren ein.        Und in echter Männermanier, bei einer Flasche Bier, philosophierten die Herren der Schöpfung und waren sich einig, eine Wanderung durch das alte Mecklenburg sollte man viel öfter zelebrieren. Denn dann gilt es, langsam zu sein und dem Weg zu folgen und nicht andauernd Entscheidungen treffen. Gemeinsames Wandern könnte folglich eine Strategie sein, in der heutigen, rastlosen Zeit seinen Weg zu finden. Und einer der Pilger brachte es auf den Punkt: „Mit der Verknüpfung aus Licht, den strahlenden Farben und tollen Fernsichten macht der Herbst achtsamen Menschen die Schöpfung besonders deutlich.“

André Stache, Militärseelsorgeassistent, Evangelisches Militärpfarramt Laage

Erfolgreicher Arbeitseinsatz in Krakau – ein Erlebnisbericht

Am zweiten Sonntag im September 2025 startete das 10-köpfige Team des Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ aus Laage seinen Arbeitseinsatz in das 840 Km entfernte Krakau. Das Team hatte den Auftrag im Rahmen der Unterstützungsleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. einen Kriegsgräbereinsatz mit Soldaten und Reservisten in Polen durchzuführen. Die Bundeswehr erfüllt seit Jahren die ihr von der Bundesregierung übertragene humanitäre Verpflichtung zur Pflege deutscher Soldatengräber. Auf dem Zentralfriedhof befindet sich unter anderem der deutsche Militärfriedhof. Hier haben 4.000 Deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Kriegsgräberstätte wurde im Oktober 1993 eingeweiht. Nach mehr als 30 Jahren haben sich auf dem 2200 m² großen Flurstück tiefe Mulden und Absenkungen gebildet, der Rasen war verfilzt und die Namenstafeln korrodiert. Am Montagmorgen begann der Tag mit einer Einweisung vor Ort am Militärfriedhof in Krakau. Frau und Herr Franke begrüßten das Team vor Ort und es gab eine intensive Begehung, um die dort anfallenden Arbeiten zu besprechen. Das hochmotivierte Team aus Laage begann unverzüglich mit den anfallenden Arbeiten.

Das Team in Krakau. Foto: Weichmann

Am ersten Tag konnten die Kameraden aus Laage die ersten 10 Tonnen auf die Fläche verteilen, um die Unebenheiten auf der 2200 m² großen Fläche auszugleichen. Die Starkregenereignisse der kommenden Tage erschwerten die Arbeitsbedingungen erheblich. Sodass der zur Verfügung stehende Radlader nur begrenzt genutzt werden konnte. Schließlich wurde der Mutterboden mittels Schubkarren auf der Fläche verteilt. Trotz der Umstände ging es gut voran. Am Freitagvormittag wurden alle Arbeiten erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Einsatzes wurde eine beeindruckende Menge von 75 Tonnen Mutterboden auf die Fläche aufgebracht. Eine körperlich anspruchsvolle Aufgabe, die die Kameraden aus Laage mit Bravour bewältigten. Der Einsatz fand seinen feierlichen Abschluss in einer Kranzniederlegung, die von Vertretern des Generalkonsulats in Krakau begleitet wurde. Dieser symbolische Akt unterstreicht die Bedeutung der Arbeit und den Respekt vor den Verdiensten derjenigen, die an diesem Ort ruhen. Ein herzlicher Dank gilt der ortsansässigen Friedhofsverwaltung für ihre großartige Unterstützung, einschließlich der Bereitstellung geeigneter Geräte und ausreichendem Mutterboden.

Hauptfeldwebel Weichmann, Kommandoführer

Familien für die kommende Zeit gerüstet

In der Abschlussrunde der zurückliegenden Familienrüstzeit bemerkte ein Teilnehmer ganz freimütig:“Ein ganzes Wochenende mit Familien und Menschen zu verbringen, die fast schon gute Freunde geworden sind, ist etwas Besonderes.“
Bei bestem Spätsommer-Wetter waren fast vierzig motivierte Menschen aus den Bundeswehrstandorten Laage, Bad Sülze, Rostock und Selz der Einladung des Evangelischen Militärpfarramtes Laage gefolgt und genossen die Zeit im Haus Kranich und am Strand auf der Insel Usedom in vollen Zügen. Neben der Themenarbeit wurden natürlich Andachten gefeiert, gemeinsame Spaziergänge und Sporteinheiten durchgeführt und ein deftiger Grillabend zelebriert. Der Höhepunkt war für nicht wenige der Morgenimpuls, direkt an der vom Wind brausenden Ostsee.

Andacht am Meer. Ein echtes Erlebnis. Foto: B.Weichmann

Und auch die Kinder kamen nicht zu kurz. Spiel- und Bastelaktionen im Haus und natürlich ein zünftiges Bo-Go-Turnier (Eine Mischung aus Boggia und Golf), mit Siegern und Verlierern, ließen keine Wünsche offen. Alle Teilnehmer waren am Ende zufrieden und zum Teil vom kalten Wind gezeichnet, aber selbstverständlich auch gestärkt für die kommende Zeit. Der Tenor am Ende der Veranstaltung war eindeutig. „Wie schade, dass die schöne Zeit so schnell vergangen ist.“ Der Dank der Rüstzeitgemeinde an das gastgebende Haus Kranich soll nicht unerwähnt bleiben. Das Team des Hauses hatte für optimale Bedingungen gesorgt, sodass die Veranstaltung ein ganz tolles Erlebnis wurde.

André Stache,
Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Echtes Heimatgefühl bei Soldatenrüstzeit gespürt

Ein Offizier, Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade, allesamt Angehörige der Flugabwehrraketengruppe 24 aus Bad Sülze, waren der Einladung des Evangelischen Militärpfarramtes Laage gefolgt und erlebten eine Soldatenrüstzeit, die am Ende alle begeisterte. Eine intensive Themenarbeit zum Thema „Finanzen“, ein zünftiger Grillabend, morgendliche Läufe, emotionale Andachten und ausnahmslos gute Gespräche begeisterten die Uniformträger.

Militärpfarrer Johannes Richter (2 v.l.) im Dialog mit Teilnehmern. Foto: André Stache

Besonders die regionale Herkunft beeindruckte in vielen Gesprächen. Saarländer, Sachsen, Hamburger, Brandenburger, Mecklenburger und Menschen aus Vorpommern vereinte in den Gesprächen immer wieder das Gefühl, in einem tollen Land zu leben und dieses auch jederzeit verteidigen zu wollen. Die Teilnehmer selbst machten aus der durch die Truppe gewünschten Rüstzeit ein beeindruckendes und nach persönlichem Bekunden in der Abschlussrunde nachhaltiges Erlebnis. Ein besonderer Dank gilt dem Personal des Haus Kranich in Zinnowitz auf der Insel Usedom. Bei bestem Spätsommerwetter schafften die Frauen und Männer ein Zuhause auf Zeit und rundeten damit die Soldatenrüstzeit perfekt ab.

André Stache
Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Herzlich willkommen Herr Pfarrer

Nach einer langen Vakanz ist das Evangelische Militärpfarramt Laage wieder vollständig besetzt. Vor wenigen Tagen übernahm der 54-jährige Militärpfarrer Johannes Richter seinen Dienst auf dem Fliegerhorst und zeigte sich zunächst sehr beeindruckt. Sein Theologiestudium absolvierte der gebürtige Sachse, der in Thüringen aufgewachsen ist, von 1993 bis 2000 in Jena, Leipzig und Pietermaritzburg in Südafrika. Bei der Evangelischen Militärseelsorge ist Militärpfarrer Richter seit nun schon sechs Jahren. Besonders einprägsam war dabei sein dreimonatiger Auslandseinsatz im Kosovo im Herbst 2022. Auf seine Dienstzeit in Laage freut sich der Theologe sehr, denn bisher war sein persönlicher Kontakt zur Luftwaffe eher überschaubar.

Militärpfarrer Johannes Richter in der Kapelle des Laager Fliegerhorstes. Foto: André Stache

Erste Kontakte mit Soldaten und Zivilbediensteten, auch mit dem Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“, Herrn Oberst Gerd Schnell, haben ihn jedoch sehr neugierig gemacht. In den kommenden Wochen verlegt der Vater einer Tochter seinen Wohnsitz von Weimar nach Laage. Sein Wechsel aus Thüringen nach Mecklenburg empfindet der Theologe als spannend, denn trotz seiner Alpenüberquerung zu Fuß im vergangenen Jahr mag er die Küste und das weite Land. Neben dem Pilgern zählen Fremdsprachen und das Segeln, was er nach eigenem Bekunden nur bedingt beherrscht, zu seinen Hobbys. In seiner Funktion als Seelsorger ist Militärpfarrer Johannes Richter verantwortlich für mehr als 5000 Soldaten, Zivilbedienstete und deren Familien an den Standorten Bad Sülze, Cölpin, Laage, Neubrandenburg, Rechlin und Sanitz.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Pressesprecher des Evangelischen Kirchenamtes für die Bundeswehr zu Gast in Laage

Der Leiter des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, Militärpfarrer Johannes Richter, konnte vor wenigen Tagen den Pressesprecher für den Bereich der Evangelischen Militärseelsorge, Herrn Walter Linkmann, auf dem Fliegerhorst in Laage begrüßen. Das Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr, mit Sitz in Berlin, ist die zentrale Verwaltungsbehörde der Evangelischen Militärseelsorge. Als Pressesprecher informierte sich der 63-jährige Walter Linkmann über die Arbeit des Militärpfarramtes vor Ort und nutzte auch die Gelegenheit, den Fliegerhorst kennenzulernen. In seiner Funktion hat Walter Linkmann nicht nur die circa 50.000 Evangelischen Soldatinnen und Soldaten im Blick.

Militärpfarrer Richter und Walter Linkmann im Andachtsraum des Evangelischen Militärpfarramtes in Laage. Foto: A. Stache

Letztendlich gilt es, 109 Dienststellen und etwa 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu betreuen und ihnen fachlich zur Seite zu stehen. Im Fliegerhorst der Recknitzstadt Laage nutzte er die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit Soldatinnen und Soldaten und er zeigte sehr großes Interesse an den durch die Truppe zur Verfügung gestellten sakralen Bereichen. Dazu gehörten der Andachtsraum, der Platz der Stille, der Glockenturm und auch das Denkmal im Unterkunftsbereich des Fliegerhorstes.

André Stache,
Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Evangelisches Militärpfarramt unterstützt die Arbeit des Volksbundes

Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ führt im Rahmen der Unterstützungsleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. einen Kriegsgräbereinsatz mit 10 Soldaten und Reservisten in Polen durch. Ort des Einsatzes ist die Kriegsgräberstätte in Krakau / Polen. Vor Ort werden die Männer einen Arbeitseinsatz auf dem örtlichen Soldatenfriedhof im Rahmen der Hilfeleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. absolvieren.

Die Verabschiedung des Teams vor dem Glockenturm des Fliegerhorstes ist nun schon eine gute Tradition. Foto: A. Stache

Der verantwortliche Projektunteroffizier, Stabsfeldwebel Matthias Schmidt, erklärte bei der Verabschiedung der motivierten Soldaten ganz deutlich: “Die Bundeswehr erfüllt seit Jahren die ihr von der Bundesregierung übertragene humanitäre Verpflichtung zur Pflege deutscher Soldatengräber.“ An der Unterstützung beteiligt sich seit vielen Jahren das Evangelische Militärpfarramt in Laage. Der zuständige Militärpfarrer des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, Johannes Richter, ließ es sich deshalb nicht nehmen und verabschiedete die Soldaten nicht nur mit guten Worten und einem Reisesegen. Mit vielen guten und gesunden sowie leckeren Sachen im Gepäck konnte Stabsfeldwebel Schmidt und sein Team die 8-tägige Reise antreten, schließlich müssen sich die Soldaten zu großen Teilen selbst versorgen.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage