Archiv der Kategorie: Reservistenkameradschaft

Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage
Daimler Benz Allee 2
Ansprechpartner: Benjamin Braemer
Stabsgefreiter d.R.

Telefon: 0177-2174381
Mail: sattlerei-braemer@t-online.de

Danke Herr Pfarrer!

Wie doch die Zeit vergeht. Zwölf Jahre war Militärpfarrer Uwe Stegen als Vertreter des Militärseelsorgers auf dem Fliegerhorst Laage immer wieder präsent. Während der Auslandseinsätze, der verdienten Jahresurlaube, der Vakanz oder im Zuge von Ausbildungen nahm der Seelsorger immer wieder die Chance wahr, auf dem Fliegerhorst anwesend zu sein, um als Seelsorger, Ausbilder oder vertrauter Freund präsent zu sein.

Das Foto zeigt Hauptmann Krüger und Militärpfarrer Stegen. Foto: A.Stache

Durch das Engagement von Militärpfarrer Uwe Stegen, seinerseits zuständig für das Evangelische Militärpfarramt Torgelow, konnten oft Rüstzeiten und Andachten durchgeführt werden, die ohne die Gegenwart eines Theologen nicht durchführbar gewesen wären. Dafür bedankte sich der Gefahrgutbeauftragte des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“, Hauptmann Heiko Krüger, im Namen der Soldatinnen und Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „S“ nach der letzten Andacht, die der fast 63-jährige Militärpfarrer in den zurückliegenden Tagen in Laage feiern konnte, mit einem Präsent. Pfarrer Stegen wird in den kommenden Wochen seinen Dienst bei der Militärseelsorge beenden und in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

André Stache, Pfarrhelfer Evangelisches Militärpfarramt Laage

„Wir sind dazu geboren, wohltätig zu sein.“

Mit diesem Zitat spricht uns der englische Dramatiker, Lyriker und Schauspieler, William Shakespeare, aus dem Herzen, denn anderen etwas Gutes zu tun, gibt dem eigenen Selbstwertgefühl einen echten Schub. Jeder fühlt es und spürt, dass es glücklich macht, andere Menschen zu unterstützen. In den zurückliegenden Monaten organisierte das Evangelische Militärpfarramt in Laage, trotz der derzeitig schwierigen Situation, einige Veranstaltungen, die auch immer einen caritativen Zweck verfolgten.

Das Foto zeigt die Teilnehmer des Familienfußballtages. Auch sie waren im zurückliegenden Jahr sehr engagiert. Foto: Ralf Sawacki

Da wurde Fußball gespielt, gewandert und gelaufen und nicht zuletzt eine Nikolaustombola initiiert und immer stand eine Spendendose bereit. Neben dem Förderverein des Ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienstes Leuchtturm in Greifswald konnte eine Familie, die vom Hochwasser im Ahrtal schwer betroffen war, dass Nachwuchsangeln der Schwaaner Hortkinder, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und der Kinder-und Jugendsport des Sportclubs Laage von den Aktionen profitieren. Insgesamt konnte den Empfängern neben vielen Sachspenden auch finanzielle Zuwendungen in Höhe von insgesamt 638,82 Euro zur Verfügung gestellt werden.
Das war alles nur durch die Unterstützung engagierter und interessierter Menschen möglich. Ein besonderes Lob gilt den fleißigen Spendern und natürlich auch den Unterstützern der Aktionen. Oder wie es eine Teilnehmerin des traditionellen Seelsorgelaufes formulierte, „Engel muss es einfach geben“.


Evangelisches Militärpfarramt Laage

Laager Reservisten müssen sich gedulden

Die zurückliegenden 12 Monate waren für die Frauen und Männer der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage ein nicht ganz einfaches Jahr. Besonders der Ausfall der gemeinsamen Aktivitäten ließ nicht Wenige an ihrem ehrenamtlichen Engagement zweifeln. Personelle Veränderungen an der Spitze der Kameradschaft und der Ausfall unterschiedlichster Aktivitäten hemmten die Arbeit permanent. Und trotzdem dürfen die Veteraninnen und Veteranen stolz zurückblicken. Denn besonders die Übergabe der Urkunde über die Patenschaft über das Blücherdenkmal, in Gegenwart des Landesgeschäftsführers des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, Stabsfeldwebel d.R. René Niemann und des Bürgermeisters der Stadt Laage, Holger Anders, durch Frau Birgit Rüge-Fischer, die als hauptamtliche Mitarbeiterin beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge beschäftigt ist, erfüllte die Frauen und Männer der Kameradschaft mit Stolz. Und natürlich war die Pflege des beeindruckenden Sandsteinmonumentes ein Schwerpunkt im zurückliegenden Corona-Jahr.

Das Foto zeigt Frau Birgit Rüge-Fischer und den Vositzenden der Reservistenkameradschaft, Stabsfeldwebel d.R. André Stache, bei der Übergabe der Patenschafts-Urkunde. Foto: René Niemann

Auch die Teilnahme einiger Kameraden bei einem zentralen Arbeitseinsatz auf dem Golm, einer der größten Kriegsgräberstätten in Norddeutschland, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Genauso wichtig ist die Tatsache, dass die Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage auch bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ihren gesellschaftlichen Beitrag leistete.

Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage

Kinderhospiz mit Spende bedacht

Die Enttäuschung über den Corona-bedingten Ausfall aller Veranstaltungen zum Jahresabschluss drückte bei fast allen Angehörigen des Stabes des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „S“ gewaltig auf die Stimmung. Und natürlich erschienen die Vorbereitungen umsonst gewesen zu sein. Für Hauptmann Heiko Krüger und Pfarrhelfer André Stache gab es aber keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Neben einem kleinen Nikolausgruß organisierten die engagierten und erprobten Ehrenamtler, unter den derzeitigen Corona-Bedingungen, eine Tombola, deren Ziel es war den Förderverein des Ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienstes Leuchtturm zu unterstützen. Dieser wird vom Förderverein Kinderhospiz Leuchtturm e.V. in Greifswald getragen. Der Verein möchte als Wegbereiter agieren, um die Situation für betroffene Kinder und Eltern in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern.

Das Foto zeigt Hauptmann Krüger und Pfarrhelfer Stache.

Das Ziel ist die Unterstützung der gegenwärtigen ambulanten Kinderhospizarbeit bis zur Etablierung eines stationären Kinderhospizes in Mecklenburg-Vorpommern. Für den Soldaten und dem Mitarbeiter der Evangelischen Militärseelsorge ist das Grund genug gewesen, sich zu engagieren, Informationsarbeit zu leisten und etwas Gutes zu tun, denn immerhin konnte dem Hospiz eine Spende in Höhe von 255,00 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Evangelisches Militärpfarramt Laage

Seelsorgelauf mit starken Leistungen

Nach einer gefühlt unendlich langen Zeit durfte das Evangelische Militärpfarramt Laage den traditionellen Seelsorgelauf wieder auf dem Fliegerhorst starten. Dafür gilt den Verantwortungsträgern des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“ ein besonderer Dank. Letztendlich sind die Möglichkeiten, gemeinsame Zeit zu verbringen rar geworden und die pandemische Lage fordert besonders von den Kindern und Jugendlichen viel Ausdauer und Geduld. Nach einem Morgenimpuls, der Engel in den Mittelpunkt stellte und einer Streckeneinweisung wollten die Walker und Läufer unbedingt starten.
Und sportlich wurde die Veranstaltung dann ein voller Erfolg. Kinder und Jugendliche starteten mit den Erwachsenen und kämpften um Meter und Sekunden. Und dabei forderten die äußeren Bedingungen alle Aktiven. Kühle Temperaturen, leichter  Wind und das mit seinen immer wieder kehrenden Steigungen gefürchtete Streckenprofil forderte ausnahmslos alle, egal ob sie nun 3 km, 6 km, 9 km oder sogar 12 Kilometer bewältigen wollten. Trotzdem entwickelten sich tolle Wettbewerbe. Und die Wettkampfstrecke hatte dabei einiges zu bieten. Ewig lange Geraden, vorbei an abgestellten Traditionsmaschinen, und die schon besagten heftigen Steigungen hatten es schon in sich. Zudem schickte der Pendelkurs die Athleten immer wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück.

Das Foto zeigt Sieger der Läufe. Foto: A.Stache

Der fast 39-jährige Jens Beu konnte nach großem Kampf über 12 Kilometer nach starken 48,02 Minuten vor dem Laager Berufssoldaten Steffen Schirmer (53,40 min) den Hauptlauf gewinnen. Deren 18-jährige Vereinskameradin von der Laager Laufgruppe, Joelina Raith, die zurzeit eine Ausbildung im Fliegerhorst absolviert, beendete ihren 12 Kilometer Lauf nach 54,03 Minuten. Ihr Vater Marcel siegte im 6 Kilometer Rennen nach sehr starken 24,01 Minuten. Auf die sonst übliche Flurparty mit Eintopf, Kuchen und Würstchen mussten die Teilnehmer auf Grund der derzeitigen Hygienekonzepte verzichten. Das trübte aber die Stimmung überhaupt nicht und alle freuen sich schon jetzt auf einen Seelsorgelauf im kommenden Jahr. Ein Dank gilt neben der Militärischen Führung des Verbandes den freiwilligen Helfern und Partnern, denn das Evangelische Militärpfarramt in Laage bietet in Zusammenarbeit mit dem Sportclub Laage und der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage eine Fülle von Angeboten für die aktive Freizeitgestaltung. Und das ist in der jetzigen Zeit wichtiger denn je.

André Stache, Pfarrhelfer beim Ev. Militärpfaramt Laage

Die Sieger:
3 km
Sieger Männer,                                               Sieger Damen
Lennox Raith (11,36 min),                        Pia Joelina Boldt (13,15 min)

6 km
Sieger Männer,                                               Sieger Damen
Marcel Raith (24,01 min,)                        Vanessa Koch (28,02 min)

9 km
Sieger Männer,                                               Sieger Damen
Ronny Behn (41,47 min),                          Denise Koch & Juliane Göllnitz ( 41,42 min)

12 km
Sieger Männer,                                               Sieger Damen
Jens Beu (48,02 min),                                 Joelina Raith (54,03 min)

Wandern am Reformationstag durch das ursprüngliche Mecklenburg.

Am Reformationstag, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel,  trafen sich fast vierzig Freunde des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, um gemeinsam zu wandern. Nach einem Morgenimpuls und einer Streckeneinweisung zogen die Pilger in kleinen Gruppen los, um mehrere Stunden gemeinsam die Natur und das ursprüngliche Mecklenburg zu erleben. Bei der Wanderung auf Wegen mitten durch die alten Dörfer oder unter dem Blätterdach noch älterer, knorriger Bäume entfaltet sich der ganze Zauber der Schöpfung. Und mit jedem Schritt wurde es ruhiger, entspannter und einfach schöner. Es galt, langsam sein und dem Weg zu folgen und nicht andauernd Entscheidungen treffen zu müssen.

Das Foto zeigt Teilnehmer der Wanderung. Foto: Ralf Sawacki

Und die urige Strecke hatte einiges zu bieten und begeisterte mit Naturnähe und Ursprünglichkeit. Eben typisch Mecklenburg!
Einige Teilnehmer, die vielleicht viel zu schnell leben, erfuhren das Gefühl abzuwarten, um eventuell zu erleben, dass man sich seines Innenlebens und der Umwelt bewusst wird, und manch ein Teilnehmer erreichte vielleicht einen Zugang zu ganz neuen inneren Erfahrungen.
Nach einigen Stunden Fußmarsch erreichten die  Pilger ihren Ausgangspunkt, wo ein leckerer Gulasch wartete. Dort wurde geplauscht und das Erlebte ausgetauscht. Und eine Teilnehmerin, die in der Truppenküche des Laager Fliegerhorstes beschäftigt ist, erklärte:“ Für Menschen, die aktiv im Leben stehen, war dieser Sonntag genau das Richtige.“

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Reservisten übernehmen die Patenschaft für das Blücherdenkmal

Nun ist es offiziell. Das Laager Blücherdenkmal wird auch zukünftig von den Reservisten der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage betreut. Mehrmals im Kalenderjahr werden die Veteranen auch perspektivisch am Denkmal arbeiten, um den äußeren Eindruck und damit die Bedeutung des Werkes zu erhalten. In Gegenwart des Landesgeschäftsführers des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, Stabsfeldwebel d.R. René Niemann und des Bürgermeisters der Stadt Laage, Holger Anders, übernahm der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage, Stabsfeldwebel d.R.  André Stache, eine Urkunde über die Patenschaft für das Sandsteinmonument aus den Händen von Frau Birgit Rüge-Fischer die als hauptamtliche Mitarbeiterin beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge beschäftigt ist. Seit sieben Jahren kümmern sich die Reservisten, in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Militärpfarramt in Laage, nun schon um das Denkmal in der Bahnhofstraße. Mit Arbeitsgeräten und viel gutem Willen wurde in den zurückliegenden Jahren immer wieder das emporwachsende Grün gestutzt, Wurzeln und Unkraut entfernt und Rindenmulch aufgeschüttet. Außerdem wurde im Frühjahr und Herbst der Boden aufgelockert und der umliegende Rasen geharkt, von Unrat befreit und Müll entsorgt.

Das Foto zeigt Frau Birgit Rüge-Fischer, André Stache und Holger Anders. Foto: René Niemann.

Nach Rücksprache mit dem Bürgermeister der Stadt Laage, Holger Anders, wurden im vergangenen Jahr nach einer Fachexpertise durch den Laager Garten-und Landschaftsbauer, Thilo Warda, Pflanzen beschafft und auch gepflanzt. Alle anfallenden Kosten übernahm in diesem Zusammenhang die Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage.
Das Denkmal wurde vor mehr als einhundert Jahren auf dem Wilhelmplatz, dem heutigen Blücherplatz, eingeweiht. Ganze 100 Jahre davor hatte der Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt mit Teilen seiner Truppe Rast in der kleinen Stadt Laage gemacht und vor wenigen Tagen jährte sich der Todestag von „Marschall Vorwärts“ zum 202. Mal.

RK Flg Hst Laage

Familienfußballtag der Militärseelsorge – mit Ex-Hansa Profi

Nach einer gefühlt unendlich langen Zeit konnte das Evangelische Militärpfarramt in Laage wieder zum Familienfußballtag in die Bolzarena nach Bargeshagen einladen und fast zwanzig Aktive aus Laage, Rostock und dessen Umland und Malchow machten aus dem sportlichen Vormittag ein kleines Fußballfest. Schon beim Betreten der Bolzarena in Bargeshagen, am Stadtrand von Rostock, klopfte das Fußballherz aller Teilnehmer des Familienfußballtages höher. Zwei 29m x 14m große Bolzplätze mit Kunstrasen der Green Professional Champion-Produktlinie von Trendsport Rummenigge ausgelegt, beeindrucken jeden Fußballfan und sorgen durch ihre natürliche Beschaffenheit auch für höchsten Spielkomfort. Die Spielfelder selbst sind vollständig mit Netzen umspannt und haben zwei Tore (5m x 2m). Das Bandensystem sorgt zudem dafür, dass der Ball permanent im Spielfeld bleibt. Und das sorgte für viel Bewegung und tolle Aktionen. Das Highlight war die Teilnahme von Ex-Hansa Profi, Kai Bülow. Der ehemalige Bundesliga Profi (29 Spiele), der auch in der 2. Bundesliga (272) und in der 3. Liga (71) aktiv war, überzeugte dabei nicht nur durch sein Können am und mit dem Ball. Seine bescheidene Art und seine kommunikative Frische kamen bei allen toll an. Aber auch die Jüngsten, wie die 10-jährigen Hannah Beu und Erik Ostertag, die beide in der Laufgruppe des SC Laage aktiv sind, hatten genauso viel Freude wie „Büle“ und Luca, der aktiv beim Malchower SV kickt, und natürlich „bewegte“ die sportliche Aktion der Evangelischen Militärseelsorge das Interesse einiger mitgereister Gäste.

Die Fotos zeigen Kai Bülow im Spiel und mit Lennox Raith (11 Jahre). Fotos: Ralf Sawacki

In lockeren Gesprächen wurde zur Arbeit der Militärseelsorge Auskunft erteilt. Ein Teilnehmer erklärte in einer zünftigen  Abschlussrunde: “Es ist das Angebot. Es macht Spaß dabei und ein Teil davon zu sein. Und für viele sind die Aktionen des Evangelischen Pfarramtes ein Teil ihres Lebens geworden. Egal, ob es nun die Rüstzeiten, Seelsorgeläufe oder Fußballvergleiche sind. Am Ende war wichtig, dass sich Menschen Zeit füreinander genommen haben. Es gilt soziale Kontakte zu pflegen, aktiv zu sein und miteinander Zeit zu teilen.“ Und genau das war das Ziel des Familienfußballtages. Abschließend gilt den Verantwortlichen der Bolzarena in Bargeshagen und dem Sportclub Laage ein großer Dank für die Unterstützung der Aktion.                                                                                                                                           André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

 

Militärpfarramt organisierte Arbeitseinsatz am Blücherdenkmal

Seit vielen Jahren kümmern sich Mitglieder der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage um das Blücherdenkmal der Stadt. Durch die Einschränkungen, rund um das Coronavirus, sind diese Aktivitäten zurzeit aber ausgebremst worden, denn alle Verbandsveranstaltungen (VVag) sind für die Reservisten bis auf weiteres ausgesetzt. Für das Evangelische Miltärpfarramt Laage war das Grund genug aktiv zu werden, um den äußeren Anblick des Denkmals wieder zu verbessern. Freunde der Militärseelsorge und natürlich auch engagierte Reservisten ließen sich nicht lange bitten und packten mit an, um Unkraut zu entfernen, den Boden um die jungen Pflanzen zu lockern und achtlos weggeworfenen Müll zu beseitigen. Im Anschluss trafen sich alle bei einer Bockwurst und isotonischen Getränken und philosophierten über Gott und die Welt und ihren erfolgreichen Arbeitseinsatz. Oberstabsfeldwebel d.R. Uwe Krause, der seit vielen Jahren dabei ist, erklärte seinerseits: “Was wir hier machen, ist gut und richtig. Denn Denkmäler sind unsere Geschichte und halten Erinnerungen wach.“

Das Foto zeigt Teilnehmer des Arbeitseinsatzes. Foto: André Stache

Ganz im Sinne von Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt (1742 – 1819). Blücher, genannt „Marschall Vorwärts“, war einer der volkstümlichsten Heerführer der Befreiungskriege. Das Denkmal wurde vor mehr als einhundert Jahren auf dem Wilhelmplatz, dem heutigen Blücherplatz, eingeweiht. Ganze 100 Jahre davor hatte der Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt mit Teilen seiner Truppe Rast in der kleinen Stadt Laage gemacht und in wenigen Wochen jährte sich der Todestag von Marschall Vorwärts zum 202. Mal.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Militärdekan Johannes Wolf verlässt die Militärseelsorge

Nach mehr als 10 Jahren verlässt der Evangelische Standortpfarrer des Fliegerhorstes Laage, Johannes Wolf, seine Soldaten und blickt zufrieden und dankbar zurück. Militärdekan Wolf kann wirklich stolz auf seine Arbeit sein. Er hat die Kirche den Soldaten nahe gebracht und dabei nie den Zeigefinger erhoben. 10 Jahre Militärpfarrer, das sind fast 80 Rüstzeiten mit Soldaten und auch deren Familien. Das sind mehr als 100 Andachten und Gottesdienste, Seelsorgeläufe, Familienfußballtage und Bastelnachmittage auf dem Fliegerhorst. Und selbstverständlich sind es nicht zu zählende Seelsorgegespräche und Besuche in den Einheiten. In den vergangenen vier Jahren war der 54-jährige Seelsorger zudem für die Ausbildung der Mitarbeiter des Dekanates Berlin zuständig, und als Stellvertretender Leitender Militärdekan führte Johannes Wolf auch die Pfarrämter im Osten Deutschlands zum Teil durch stürmische Zeiten. In einem Gottesdienst, in der Stadtkirche Laage, verabschiedete sich der Seelsorger, Corona bedingt, nur von einigen Dutzend persönlich anwesenden Gästen unter denen sich auch der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“, Oberst Joachim Kaschke, und der Leiter des Evangelischen Kirchenamtes für die Bundeswehr, Matthias Heimer, befanden. Aber er hat Spuren hinterlassen und sicherlich wird nicht nur seine immer perfekt gespielte Musik fehlen. Auch seine ihm eigene Art wird mancher vermissen. Aber irgendwo wird man sich wieder sehen, denn der Theologe ist nicht aus der Welt. Er, der Mecklenburg nur im Urlaub, während seiner drei Auslandseinsätze oder bei Dienstreisen verlassen hat, wird in wenigen Tagen als Gefängnisseelsorger seinen Dienst in Bützow antreten. Als Leiter des Evangelischen Miliärpfarramts Laage war der Geistliche, neben dem Fliegerhorst in Laage, für die Standorte Sanitz, Prangendorf, Gubkow, Warbelow, Bad Sülze, Neubrandenburg, Waren und Cölpin zuständig. Ein besonderer Dank gilt abschließend der Christophorus Kirchgemeinde Laage. Durch das besondere Engagement der Verantwortungsträger der Gemeinde konnte der Verabschiedungsgottesdienst unter strengsten Corona-Vorgabe in der Laager Stadtkirche stattfinden

André Stache,
Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Das Foto zeigt Militärdekan Peter Schmidt, Militärdekan Johannes Wolf und den Militärgeneraldekan Matthias Heimer (v.l.). Foto: André Stache

Zeit zur Andacht – Zeit zum Innehalten

Bei wunderschönem blauen Himmel, warmen Sonnenstrahlen und den deutlich zu vernehmenden Sound von startenden Eurofightern hielt Militärdekan, Johannes Wolf, direkt am Glockenturm des Fliegerhorstes, am ersten Freitag im Frühlingsmonat März, eine kleine, erbauliche Andacht. Besonders seine live gespielte Piano-Musik lud zum Innehalten ein.  Für Dekan Wolf war es wichtig ein Zeichen zu setzen. In einer Zeit wo alles ausgesetzt wird und auch persönliche Kontakte fast unmöglich sind, galt es ruhig zu werden, dankbar für das Leben zu sein und bei den besagten wunderschönen Bedingungen Andacht zu feiern. In einem persönlichen Gespräch, am Rande der Andacht, erklärte der Theologe einem Soldaten: „Solange das gesellschaftliche Leben fast stillsteht, möchte ich auf diese Weise einen kurzen geistlichen Impuls geben.“ Und das ist ihm an diesem Tag hervorragend gelungen.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Das Foto zeigt Militärdekan Johannes Wolf am Glockenturm. Foto: A.Stache

Reservisten blicken ernüchtert zurück

Für die Mitglieder der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage geht ein sehr ernüchterndes Jahr 2020 zu Ende. Während am Jahresanfang die Planungen für die ehrenamtliche Arbeit der Veteranen hohe Wellen schlugen und der Tag der Bundeswehr im Juni, auch für die Reservistenkameradschaft der absolute Höhepunkt im Ausbildungsjahr werden sollte, und weitere tolle Ideen auf ihre Umsetzungen warteten zog im März völlige Ernüchterung ein. Verantwortungsbewusst und auch verständlich wurden dienstliche Veranstaltungen untersagt und nur wenige Wochen hatten die Kameraden die Möglichkeit ihre Arbeitschwerpunkte umzusetzen. So wurde dem Blücherdenkmal in Laage die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet um die Arbeiten der letzten Jahre fortzusetzten. Sportveranstaltungen des Evangelischen Militärpfarramtes Laage und es SC Laage wurden nach Kräften unterstützt und eine Ausbildung zum Thema “Feldverpflegung“ wurde organisiert und durchgeführt.
Was bleibt ist ein Blick zurück. Nicht im Zorn oder Enttäuschung. Vielmehr im Wissen, dass wir alle Umständen unterliegen können, denen wir hilflos ausgeliefert sind. Als 1. Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage möchte ich aber auch die Gelegenheit nutzen und mich bedanken. Dieser Dank gilt ganz besonders den Verantwortungsträgern des Taktischen Luftwaffengeschwader 73 “S“. Es ist einfach ein gutes Gefühl zu erleben, wie die Soldatinnen und Soldaten um Oberst Joachim Kaschke mit ihrer Grundeinstellung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf die ehrenamtlichen Aktivitäten der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage unterstützen. Für unsere Kameradschaft ist die Zusammenarbeit mit Fliegerhorst natürlich ein spektakulärer Gewinn. Besonders die interessanten Aktionen sind unersetzlich für die Attraktivität der Reservistenkameradschaften.

Benjamin Braemer, Stabsgefreiter d.R.

Das Foto zeigt Laager Reservisten an „ihrem“ Blücherdenkmal. Foto: RK Laage

 

Tradition verpflichtet – Seelsorgelauf virtuell gestartet  

Seit 15 Jahren organisiert das Evangelische Militärpfarramt Laage für Soldaten, Zivilbedienstete der Bundeswehr, deren Familien und Freunde der Militärseelsorge zwei Mal im Kalenderjahr einen Seelsorgelauf. In diesem Jahr ist alles anders.
Die Corona-Pandemie schränkt alle Aktivitäten ein und viele Menschen blicken auf gelungene Veranstaltungen der zurückliegenden Jahre wehmütig zurück.  Militärpfarramt auf dem Fliegerhorst hat man sich deshalb entschlossen, in diesem Jahr andere Wege zu bestreiten.
Ganz bewusst haben sich Militärdekan Johannes Wolf und Pfarrhelfer André Stache dazu entschieden, den praktisch nicht durchführbaren Seelsorgelauf in diesem Herbst virtuell zu starten. Einerseits konnten sie damit Kontakt zu den ihnen anvertrauten Menschen halten und andererseits konnten Familien animiert werden, Sport zu treiben, individuell mit Freunden oder ganz in Familie. Praktisch erfolgte das dann fast zeitgleich in Rostock, Güstrow, Laage, Liessow und Gelbensande. Streckenvorgaben wurden dabei nicht erteilt und Vergleiche waren ebenfalls nicht erwünscht. Es galt, in der Natur die Schöpfung zu genießen und einfach nur im kleinsten Rahmen Zeit miteinander zu verbringen. Für nicht wenige hatte das Organisatoren-Team im Anschluss an die Läufe Überraschungen parat. Denn die schon beschafften Pokale wurden unter den Teilnehmern verlost.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Das Foto zeigt Pia und Johanna bei ihrem 5 Kilometer Lauf. Foto: Ralf Sawacki

„Fliegerhorst Nikolaus“ besucht seine Soldaten

Das gab es auf dem Fliegerhorst bestimmt noch nie. Der Nikolaus besuchte in Begleitung von Hauptmann Heiko Krüger Soldatinnen und Soldaten in ihren Dienstbereichen und brachte für alle Anwesenden auch sein Abbild in Schokolade mit. Fast zwei Stunden besuchte er die Uniformträger und diese waren begeistert. Für die Soldatinnen und Soldaten war es ein Spaß und für Militärdekan Johannes Wolf, der trotz Larve mit eingesetztem Mundschutz und Kostüm von vielen erkannt wurde, eine gute Gelegenheit mit den Frauen und Männern ins Gespräch zu kommen. Und selbstverständlich ging es in diesen Gesprächen auch um den Nikolaus, den es tatsächlich gab. Er wurde zwischen 280 und 286 in Patara in der heutigen Türkei geboren. Mit etwa 19 Jahren wurde er zum Priester geweiht und wenig später zum Bischof von Myra. Der Todestag des Bischofs war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351. Heute zählt Nikolaus zu den meistverehrten Heiligen der Christenheit und gilt als Schutzpatron zahlreicher Orte, Gruppen und Berufe. Der Kult um den Nikolaus begann aber erst etwa 200 Jahre nach seinem Tod in Griechenland. Von dort breitete sich die Verehrung zunächst über die osteuropäischen Länder aus. Etwas später fasste die Verehrung im Westen Fuß, ab dem zehnten Jahrhundert ist sie aber auch für Deutschland, Frankreich und England nachweisbar. Ein weiterer Fakt ist, das Nikolaus, wie er heute verehrt wird, vermutlich eine Verschmelzung zweier historischer Personen ist. Zum einen des schon erwähnten Bischofs von Myra und des gleichnamigen Abts Nikolaus von Sion, der später Bischof von Pinara – heute ebenfalls Türkei – wurde und im Jahr 564 starb.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Das Foto zeigt den Nikolaus im Dienst. Foto: H.Krüger

Reservisten bringen Malbücher in die Fliegerhorst-Kita

Auf dem Fliegerhorst Laage befindet sich seit einigen Jahren für die dort Beschäftigten Soldaten und Zivilbediensteten, mit der „Villa Sternschnuppe“, eine Kinderbetreuungseinrichtung für ein- bis dreijährige Mädchen und Jungen. Mit Frau Nancy Böhnke und Frau Heike Fischer kümmern sich zwei Tagesmütter liebevoll täglich von 6:30 bis16:30 Uhr und freitags von 6:30 bis 12:30 Uhr um die Kleinen. Für Reservisten der Kameradschaft Fliegerhorst Laage war es nun Zeit diese Einrichtung zu besuchen und sich vorzustellen. Mit Oberstabsfeldwebel d.R. Uwe Krause und Stabsfeldwebel d.R. André Stache besuchten zwei Vorstandsmitglieder der Kameradschaft während ihrer Einzelwehrübungen die Kita in den zurückliegenden Tagen.
Beide kamen nicht mit leeren Händen. Bundstifte, Malhefte, Luftballons und verschiedenstes Spielzeug überreichten die Veteranen den Tagesmüttern. Mit diesem Besuch möchte die Kameradschaft die Grundlage für eine Zusammenarbeit schaffen, die zunächst als Unterstützungsangebot für die „Villa Sternschnuppe“ gesehen werden sollte. Denn es ist immer gut zu wissen, wo bei Notwendigkeit Unterstützungshilfe eingeholt werden kann.

A. Stache, StFw d.R.

Das Foto zeigt Nancy Böhnke, Oberstabsfeldwebel d.R. Krause und Stabsfeldwebel d.R. Stache. Foto: Heike Fischer

Mehr als einen Blick in die Einmannpackung ermöglicht

Für unsere Streitkräfte ist die Feldverpflegung ein integraler Bestandteil des soldatischen Lebens. Und wirklich jeder Soldat kennt den Begriff Einmannpackung (EPa). Dabei ist es völlig egal, wo man ihr begegnet, ob auf dem Truppenübungsplatz oder im Auslandseinsatz. Aber die Feldverpflegung ist keine Erfindung unserer Tage. Schon Alexander der Große, einer der größten Feldherren der Geschichte, führte diese Art von Truppenversorgung bereits in der Antike ein. Die makedonischen Kämpfer mussten mit dem sogenannten Hand- und Mundvorrat allerdings jeden Tag selbst kochen, aber mit einem Bestand an Speck, Mehl, Wurst oder Wein konnte makedonischer König seine Soldaten versorgen.
Reservisten der Kameradschaft Fliegerhorst Laage konnten im Zuge einer Weiterbildung einen Blick in ein zeitgemäßes EPa werfen. Und die meisten waren erstaunt. Schon die äußere Aufmachung überzeugte die Frauen und Männer. Kein grauer Pappkarton und kein liebloses Essen zum warm machen bestimmten den ersten Eindruck. Der Umweltschutzoffizier des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“, Hauptmann Heiko Krüger, präsentierte den Veteranen der Streitkräfte eine Bundeswehr Einmannpackung, TYP 3 Menü „Western“, die optisch und auch geschmacklich überzeugte. Schließlich nutzten die Anwesenden die Gelegenheit und verzehrten die Speisen. Ein besonderer Dank gilt abschließend Hauptmann Heiko Krüger für seine Unterstützung.  Ein großer Dank gilt auch den Verantwortungsträgern des Taktischen Luftwaffengeschwader 73 “S“. Es ist einfach toll zu erleben, wie die Soldaten um Oberst Joachim Kaschke mit ihrer Grundeinstellung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf die ehrenamtlichen Aktivitäten der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage unterstützen. Für die Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage ist die Zusammenarbeit mit ihrem Fliegerhorst natürlich ein spektakulärer Gewinn. Denn letztendlich sind interessante Aktionen unersetzlich für die Attraktivität der Reservistenkameradschaften.

André Stache, StFw d.R.

Das Foto zeigt Hauptmann Krüger bei der Präsentation der Einmannpackung. Foto: A.Stache

Reservisten am Blücherdenkmal

Nachdem im vergangenen Herbst um das altehrwürdige Blücherdenkmal in der Laager Bahnhofstraße durch Kameraden der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage mehr als fünfzig Pflanzen als zukünftige Bodendecker gesetzt worden waren, trafen sich Veteranen in den vergangenen Tagen, um die Pflanzen vom heranwachsenden Unkraut zu befreien und damit die Bodendecker zu pflegen und den optischen Eindruck des Denkmals aufzuwerten. Die Mitglieder der Reservistenkameradschaft (RK) Fliegerhorst Laage hatten sich in Absprache mit dem Bürgermeister der Stadt Laage, Holger Anders, wieder einmal aufgerafft und mit viel gutem Willen das emporwachsende Grün gestutzt, Wurzeln und Unkraut entfernt und auch etwas Rindenmulch aufgeschüttet. Ohnehin wurde seit vielen Jahren im Frühjahr und Herbst der Boden aufgelockert und der umliegende Rasen geharkt, von Unrat befreit und Müll entsorgt. Eine Anwohnerin erklärte bei einem Schwatz während des Einsatzes:“ Ich finde es gut, dass sich die Reservisten um das Blücherdenkmal kümmern. Zu DDR-Zeiten war es die Sache der Anwohner. Das ist aber vorbei und deshalb ist es gut, so wie es jetzt ist.“ Und ein Reservist, der seit vielen Jahren dabei ist, erklärte seinerseits: “Was wir hier machen ist gut und richtig. Denn Denkmäler sind unsere Geschichte und halten Erinnerungen wach.“

André Stache, StFw d.R.

Das Foto zeigt Reservisten beim Arbeitseinsatz. Foto: A.Stache

Die Militärseelsorge bat zum Familienfußballtag in die Bolzarena

Mit dem diesjährigen Familienfußballtag hatte das Team der Evangelischen Militärseelsorge des Fliegerhorstes in Laage den Nerv aller Teilnehmer getroffen. Zum ersten Mal waren die B-Jugend Mädchen der HSG Warnemünde Gast der Traditionsveranstaltung und überzeugten alle.
Aber ganz gemach der Reihe nach. Schon beim Betreten der Bolzarena in Bargeshagen, am Stadtrand von Rostock, klopfte das Fußballherz aller Teilnehmer des Familienfußballtages des Evangelischen Militärpfarramtes Laage höher. Zwei 29m x 14m große Bolzplätze, mit Kunstrasen der Green Professional Champion-Produktlinie von Trendsport Rummenigge ausgelegt, beeindrucken jeden Fußballfan und sorgen durch ihre natürliche Beschaffenheit auch für höchsten Spielkomfort. Die Spielfelder selbst sind vollständig mit Netzen umspannt und haben zwei Tore (5m x 2m). Das Bandensystem sorgt zudem dafür, dass der Ball permanent im Spielfeld bleibt. Für die teilnehmenden Mannschaften waren die Spiele auf dem Rasen wirklich echte Highlights. Auf dem Kunstrasen agierten die Teams mit vier Feldspielern und einem Torwart. Damit war natürlich die Anzahl praktikabler Spielsysteme auf das 2-2- System oder die Raute begrenzt. Wie immer wurde ohne Schiedsrichter gespielt und der Fair Play Gedanke prägte den sportlichen Nachmittag. Tolle Zweikämpfe, technische Kabinettsstückchen und spektakuläre Tore bildeten die Basis für die eindrucksvolle Unterhaltung mit dem runden Leder. Für die Jüngsten war das gemeinsame Fußballspiel mit den Erwachsenen ein tolles Erlebnis und einige der Alten trauten ihren Augen kaum. Denn immer wieder mussten sie kämpfen und zeigen was noch in ihnen steckt.

Letztendlich zeigten alle Kickerinnen und Kicker an diesem Sonntagnachmittag ihr Können und beeindruckten mit ansehnlichem Hallenfußball die mitgereisten Gäste und Familienangehörigen in der Bolzarena. Besonders die Mädchen aus Warnemünde präsentierten spielerisch, wie toll sie als Mannschaft agieren können. Nur die körperlichen Nachteile konnten sie noch nicht damit ausgleichen. Bei dem Jugendteam des SC Laage überraschte die 8-jährige Hannah Beu. Mutig und beherzt, stellte sich Hanni jedem Zweikampf und hatte vor dem Tor etwas Pech.                 Selbstverständlich „bewegte“ die sportliche Aktion des Evangelischen Militärpfarramtes das Interesse nicht weniger Aktiver und auch einiger mitgereister Gäste. In lockeren Gesprächen wurde zur Arbeit der Militärseelsorge Auskunft erteilt. Der 54-jährige Oberstabsfeldwebel Manfred Spelinski erklärte während einer Spielpause: “Es sind immer die Angebote, die zählen. Es macht einfach Spaß dabei zu sein. Und für viele sind die Aktionen des Evangelischen Pfarramtes ein wichtiger Teil ihres Lebens geworden. Egal, ob es nun die Rüstzeiten, Seelsorgeläufe oder Fußballvergleiche sind.“ Im Anschluss an das zweistündige Turnier, das die Mannschaft der Freunde der Militärseelsorge, vor dem Kinder-und Jugendteam des SC Laage und den Mädchen der HSG Warnemünde gewann, waren sich alle einig. Es war eine rundum perfekte Sache und der nächste Besuch in der Bolzarena ist damit sicher.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt Laage

Die Fotos zeigen Teilnehmer des Familienfußballtages. Foto: Ralf Sawacki

 

Sportabzeichen-Training von Reservisten angeboten

Zum ersten Sportabzeichen-Trainingstag in diesem Jahr luden aktive und engagierte Kameraden der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage Mitglieder der Kameradschaft, deren Angehörige und Freunde auf die Sportanlage des Fliegerhorstes in Laage ein. Unterstützt wurde die Aktion durch die Verantwortungsträger des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“ und durch Aktive des Sportclubs Laage. Unter dem Motto:“ Sie wollen wissen, wie fit Sie sind?“ konnten die Teilnehmer der sportlichen Aktion ihren Fitnessstand überprüfen und auch die persönliche Leistungsfähigkeit steigern. Für viele Reservisten ist auch die Tatsache bedeutend, dass das Deutsche Sportabzeichen per Gesetz als offizieller Orden geschützt ist und als die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports angesehen werden muss. Allerdings waren die Voraussetzungen zur Umsetzung in diesem Jahr etwas anders und schon sehr anspruchsvoll. Es wurde tatsächlich in kleinen Gruppen, bis zu 5 Personen geübt. Durch den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand wurde viel mit „Stimme“ agiert und bei der Korrektur im Bereich der technischen Ausführungen wurde auf Körperkontakt verzichtet. Trotz aller notwendigen Einschränkungen war das Fazit der Teilnehmer am Ende des Tages eindeutig. Es war eine gute, wichtige und notwendige Aktion der Organisatoren. Denn ganz ohne Training ist eine erfolgreiche Abnahme des Deutschen Sportabzeichens nicht möglich.

Das Foto zeigt den Start von Petra, Emi und Lena (v.l.) vollzogen von Stabsunteroffizier d.R. Katja Beu. Foto: A.Stache

Das Sportabzeichen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist die amtliche Auszeichnung für überdurchschnittliche Fitness. Und jeder kann das Deutsche Sportabzeichen erwerben. Die sportlichen Bedingungen sind in mehrere Gruppen aufgeteilt. Aus jeder Gruppe muss nur eine Bedingung erfüllt werden, und die für den Erwerb zu erbringenden Leistungen sind nach unterschiedlichen Altersstufen gestaffelt.
Ein herzlicher Dank gilt den Verantwortlichen des Fliegerhorstes. Mit dem Interesse an der Förderung von Betreuungsangeboten unterstützen sie nicht nur die Aktivitäten der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage. Sie bieten auch vielen Familien die Möglichkeit innezuhalten und gemeinsam sinnvoll Zeit zu verbringen.

A. Stache, Stabsfeldwebel d.R.

Seelsorgelauf auf dem Fliegerhorst – Highlight für Athleten und Fans

Pünktlich zu Beginn des ersten Frühlingsmonats konnte das Evangelische Militärpfarramt Laage in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73″S“ den Soldaten, Zivilbediensteten, Familienangehörigen und Freunden der Militärseelsorge einen Seelsorgelauf präsentieren, der kaum Wünsche offenließ.
Nach dem Start der Laufcupsaison in Mecklenburg-Vorpommern und in Vorbereitung auf die kommenden langen Läufe nutzen nicht wenige, ambitionierte Ausdauersportler die Gelegenheit und starteten beim diesjährigen Frühjahrs-Seelsorgelauf auf dem Fliegerhorst in Laage.
Immerhin 72 Läuferinnen und Läufer starteten bei kalter Luft und heftigem Gegenwind auf den Geraden. Besonders auf den längeren Distanzen über 9 und 12 Kilometer mussten sich die Aktiven diesem Naturwiderstand stellen, denn die Wettkämpfe wurden traditionell als Pendelläufe absolviert, so dass alle immer wieder am Start- und Zielpunkt vorbeilaufen mussten. Für die abgestellte Traditionstechnik, dem Glockenturm, der Kindereinrichtung mit Außenspielplatz oder die markanten Gebäude im Unterkunftsbereich hatte fast niemand einen Blick – jeder kämpfte um Meter und Sekunden für sein persönliches Ziel. Und die Zeiten einiger Ausdauersportler beeindrucken dabei außerordentlich. Der fast 17-jährige Ricardo Wendt konnte trotz der Bedingungen seinen Streckenrekord über 12 Kilometer auf starke 44,56 Minuten pushen und seine 16-jährige Vereinskameradion von der Laager Laufgruppe, Joelina Raith, beendete ihren 9 Kilometer Lauf nach 41,10 Minuten. Ihr Vater Marcel siegte im 6 Kilometer Rennen nach sehr starken 24,13 Minuten.

Die Fotos zeigen die Siegerin des 6 Kilometer Laufes, Pia- Amelie Behn (29,21 min) und den Gewinner des 9 Kilometer Rennens, Ole Reinholdt (34,43 min). Fotos: A. Stache

Nach etwas über einer Stunde war der ganze „Laufzauber“ vorbei und alle gingen nach einer heißen Dusche in die Räume der Evangelischen Militärseelsorge. Dort wartete ein Eintopf, Würstchen, Kaffee und Kuchen auf sie. Mit guten Gesprächen und der schon erwähnten Verpflegung wurde die Zeit bis zur Siegerehrung überbrückt. Bei dieser erhielt jeder Aktive seine Medaille mit der dazugehörigen Urkunde. Außerdem durften sich die Besten über Pokale freuen.
Ein großer Dank gilt den Verantwortlichen des Fliegerhorstes. Mit dem Interesse an der Förderung von Betreuungsangeboten unterstützen sie nicht nur die Gemeindearbeit des Evangelischen Militärpfarramtes Laage. Sie bieten besonders Familien in unserer hektischen Zeit auch die Möglichkeit innezuhalten und gemeinsam Zeit zu verbringen. Ein Dank gilt natürlich auch den fleißigen Helferinnen und Helfern. Die Anmeldung, Streckenposten, Zeitnahme oder die Organisation der Verpflegungsausgabe lagen in erfahrenen und gut organisierten Händen.
Ohne deren Unterstützung wäre die Durchführung einer solch arbeitsintensiven Veranstaltung unmöglich.

A. Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt Laage