Archiv der Kategorie: Kirche

Soldatenrüstzeit mit interessanten Inhalten erlebt

Mit einem heftigen Wintereinbruch über Norddeutschland startete die Soldatenrüstzeit der Nachschub- und Transsportstaffel des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“. Dabei wurde das Kernthema, „Der Soldat in unserer Zeit!“, aus unterschiedlichten Blickwinkeln betrachtet und natürlich auch über die Facetten des Berufes offen und ausnahmslos sachlich philosophiert. Zum Höhepunkt avancierte, nach einem ausgiebigen Spaziergang von Zinnowitz nach Zempin und zurück über die Promenade der Seebäder mit Blick auf die Ostsee,ein deftiger Bayrischer Abend.

Rüstzeitteilnehmer an der verschneiten Ostsee. Foto: André Stache

Und trotz der inhaltlichen Themenarbeit blieb Zeit für viele gute Gespräche. Nach dieser Erfahrung konnten die Unteroffiziere wieder gut „gerüstet„ in ihren Alltag gehen. Ein besonderer Dank gilt am Ende neben Oberstabsfeldwebel Daniel Schwarz, der einen großen Teil der Organisation bewältigt hatte, dem Personal des Hauses Kranich in Zinnowitz. Sehr angenehm war die Leidenschaft des Personals im Haus Kranich. Deren besonderes Engagement und die Absicht immer für die Gäste da sein zu wollen, waren die Grundlage für diese tolle Soldatenrüstzeit.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt Laage

40. Seelsorgelauf – Zeit für Familien und Freunde

Mit der offiziellen Begrüßung durch Militärpfarrer Johannes Richter, als Leiter des Evangelischen Militärpfarramtes Laage und Oberstleutnant Steffen Schirmer für das Taktische Luftwaffengeschwader 73“S“ war für viele die erste Anspannung verflogen und Alle ließen sich auf die solide Organisation und die anspruchsvolle Wettkampfstrecke ein. Mit dem Start wurden die äußeren Bedingungen für alle Aktiven spürbar. Kühle Temperaturen, leichter Wind und das mit seinen immer wieder kehrenden Steigungen gefürchtete Streckenprofil forderten alle, egal ob sie nun 3 km, 6 km, 9 km oder sogar 12 Kilometer bewältigen wollten. In diesem Herbst waren 83 interessierte Ausdauersportler, in Begleitung von Freunden und Familien, aus Güstrow, Rostock und der Insel Rügen am Start. Auf den längeren Abschnitten prägten rassige Zweikämpfe und taktische Geplänkel die Wettkämpfe, genau wie der besagte kühle Wind, der im Norden gefühlt immer als Gegenwind ankommt.

Die Fotos zeigen die Sieger der Läufe mit MilPfr Richter (li.), eine Gruppe kurz vor der Wende und den Sieger des 6 Kilometer Rennens, Marcel Raith. Fotos: Herzog / FMZ TaktLWG 73″S“

Und trotzdem konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Über die 12 Kilometer Distanz konnte Ole Reinholdt (45,31 min) gewinnen. Schnellste Frau wurde Hannah Schölzke (56,22 min). Die 9 Kilometer Rennen konnten Julia Drägert (47,28 min) und Hendrik Freundt nach 36,22 Minuten erfolgreich gestalten. Die 6 Kilometer Läufe gewannen Paola Paeschke (29,22 min) und Marcel Raith (25,36 min). Den kürzesten Lauf, über die 3 Kilometer Distanz, gewannen Merle Larisch (15,26 min) und Mats Scholl nach 14,29 Minuten. Die Organisation hatten die Ausdauersportlerinnen und -sportler der Laager Laufgruppe, in diesem Jahr mit großer Unterstützung des Laufteams Rügen als langjähriger Partner des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, fest in der Hand und bis zur letzten Minute konnten sich alle Anwesenden sicher sein, dass auch bei der abschließenden Flurparty mit Eintopf, Würstchen, Kaffee und Kuchen und der Siegerehrung mit Erinnerungsplaketten für die Aktiven und Pokalen für die Besten, alle auf ihre Kosten kamen. Mit der Verabschiedung wurde deutlich, wie wichtig diese Veranstaltungen für unsere Familien sind. Gemeinsam Zeit zu verbringen, ist für Alle wesentlich und durch nichts zu ersetzen. Deshalb gilt den Verantwortlichen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „S“ ein besonderer Dank. Die Frauen und Männer schafften die Grundlagen für dieses eindrucksvolle Event.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Ev. Militärpfaramt Laage

Ausbildung und Ehrung für Reservisten

Im Zuge einer ABC-Ausbildung für Angehörige der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage auf dem Fliegerhorst der Recknitzstadt durften sich der Oberstabsgefreite der Reserve, Dr. Andreas Harms, und der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft, Stabsfeldwebel d.R. André Stache, über eine besondere Ehrung freuen. Beide erhielten aus den Händen des Landesgeschäftsführers des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, Oberstabsfeldwebel d.R. René Niemann, eine Dankurkunde und ein persönliches Präsent des Landesvorsitzenden des Reservistenverbandes Oberstleutnant d. R. Peter Schur.

Stabsfeldwebel d.R. André Stache, der Oberstabsgefreite der Reserve Dr. Andreas Harms und Oberstabsfeldwebel d.R. René Niemann.
Foto: Armin Pfeiffer

Die Ausbildung selbst, die vom Oberstabsgefreiten der Reserve, Dr. Andreas Harms, organisiert und durchgeführt wurde, vermittelte den Anwesenden atomares, biologisches und chemisches militärisches Grundwissen auf dem derzeitigen Stand. Zudem wurden den Anwesenden Teile der ABC-Schutzausstattung präsentiert und der sichere Umgang im An- und Ablegen dieser betrachtet. Sehr interessant war die Vermittlung von theoretischem Wissen über den Umgang mit ABC-Wirkmitteln. Die Ausbildung brachte für alle Teilnehmer viele neue Erkenntnisse und unterstrich einmal mehr die Bedeutung der ABC-Abwehr in unserer Zeit. Anzumerken bleibt, dass die Veranstaltung in den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes Laage auf dem Fliegerhorst der Recknitzstadt stattfand. Diesem und der Militärischen Führung des Verbandes gebührt für die herausragende Unterstützung der Arbeit der Reservistenkameradschaft ein besonderer Dank.

RK FlgH Laage

Kranzniederlegung am Volkstrauertag am Ehrenmal in Kronskamp

Der Volkstrauertag ist in der Bundesrepublik Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Er wird seit 73 Jahren zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag statt und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Mit einer beeindruckenden Kranzniederlegung gedachten am Nachmittag des Volkstrauertages, am Ehrenmal im Laager Ortsteil Kronskamp, vor den Toren des Fliegerhorstes, der 1. Stadtrat der Stadt Laage, Herr Christian Paulus und der Evangelische Militärpfarrer, Johannes Richter, den Opfern von Gewalt, Krieg und gefallener Soldaten. Die Totenehrung, zu der die Stadt Laage gemeinsam mit dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „S“ eingeladen hatte, wurde von einigen Dutzend Einwohnern und Gästen, unter denen sich auch Reservisten der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage befanden, verfolgt. In ihren Reden erinnerten Militärpfarrer Richter und Herr Paulus an die Folgen von Krieg, Gewalt und Vertreibung.

Das Foto zeigt Reservisten, Soldaten , den Stellvertretenden Kommodore des Takt Luftwaffengeschwader 73″S“, Herrn Stephan Mohler sowie den 1. Stadtrat der Stadt Laage, Herr Christian Paulus.  Foto: Fritz Bartels

Der Volkstrauertag mahnt und verpflichtet, das geschehene Unrecht nicht zu vergessen und sich für einen dauerhaften Frieden einzusetzen. Im Anschluss an die Ausführungen des Redners legten der 1. Stadtrat der Stadt Laage, Herr Christian Paulus, für die Stadt Laage und Major Schmidt, für das Taktische Luftwaffengeschwader 73″S“ Kränze zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt am Mahnmal in Kronskamp nieder. Die Stele auf der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Quarantänelagers in Kronskamp bei Laage trägt folgende Inschrift: “Zwischen Herbst 1945 und Herbst 1946 bestand in Kronskamp ein Flüchtlings-Quarantänelager.“ Über die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen, die durch das Lager durchgeschleust wurden, existieren keine Angaben. Bürger aus Kronskamp gaben an, dass es über 2000 Menschen waren, die infolge von Hunger und Infektionskrankheiten im Lager starben. Neben dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 ″S“ und dem Evangelischen Militärpfarramt in Laage gilt der Evangelischen Kirchgemeinde Laage für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Gedenkveranstaltung ein besonderer Dank.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Für heute Brot, für heute Licht, für heute Kraft – mehr brauch ich nicht.

Mit diesen Worten eines Kindergedichtes begrüßte Militärseelsorgeassistent, Andrè Stache, mehr als dreißig Wanderbegeisterte am Morgen des diesjährigen Reformationstages auf dem Fliegerhorst in Laage. Wohl wissend, dass Menschen besonders in unserer jetzigen Zeit viel mehr benötigen, was unser Leben positiv beeinflusst und unsere Gesellschaft zusammenhält, schickte der 60-jährige die motivierte Gruppe auf eine fast dreistündige Wanderung um den Fliegerhorst. Bunte Bäume, Sträucher und glänzende Früchte sowie der bedeckte Himmel machten die Wanderung am Reformationstag, der in Mecklenburg-Vorpommern ein Feiertag ist, zu einem besonderen Erlebnis.
Während gute Gespräche nicht Wenige begleiteten, nutzten einige die Gelegenheit, um unter knorrigen Eichen und in typischen mecklenburgischen Dörfern schweigend die Zeit für sich zu genießen.

Teilnehmer der Wanderung am Reformationstag in Laage. Foto: Heike Knabe

Nach einigen Stunden Fußmarsch erreichten die Pilger ihren Ausgangspunkt, wo ein deftiger Kartoffeleintopf wartete. Außerdem luden Kaffee, Kuchen und Tee sowie etliche Leckereien, die die Pilger selbst zubereitet hatten, zum Verzehren ein.        Und in echter Männermanier, bei einer Flasche Bier, philosophierten die Herren der Schöpfung und waren sich einig, eine Wanderung durch das alte Mecklenburg sollte man viel öfter zelebrieren. Denn dann gilt es, langsam zu sein und dem Weg zu folgen und nicht andauernd Entscheidungen treffen. Gemeinsames Wandern könnte folglich eine Strategie sein, in der heutigen, rastlosen Zeit seinen Weg zu finden. Und einer der Pilger brachte es auf den Punkt: „Mit der Verknüpfung aus Licht, den strahlenden Farben und tollen Fernsichten macht der Herbst achtsamen Menschen die Schöpfung besonders deutlich.“

André Stache, Militärseelsorgeassistent, Evangelisches Militärpfarramt Laage

Erfolgreicher Arbeitseinsatz in Krakau – ein Erlebnisbericht

Am zweiten Sonntag im September 2025 startete das 10-köpfige Team des Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ aus Laage seinen Arbeitseinsatz in das 840 Km entfernte Krakau. Das Team hatte den Auftrag im Rahmen der Unterstützungsleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. einen Kriegsgräbereinsatz mit Soldaten und Reservisten in Polen durchzuführen. Die Bundeswehr erfüllt seit Jahren die ihr von der Bundesregierung übertragene humanitäre Verpflichtung zur Pflege deutscher Soldatengräber. Auf dem Zentralfriedhof befindet sich unter anderem der deutsche Militärfriedhof. Hier haben 4.000 Deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Kriegsgräberstätte wurde im Oktober 1993 eingeweiht. Nach mehr als 30 Jahren haben sich auf dem 2200 m² großen Flurstück tiefe Mulden und Absenkungen gebildet, der Rasen war verfilzt und die Namenstafeln korrodiert. Am Montagmorgen begann der Tag mit einer Einweisung vor Ort am Militärfriedhof in Krakau. Frau und Herr Franke begrüßten das Team vor Ort und es gab eine intensive Begehung, um die dort anfallenden Arbeiten zu besprechen. Das hochmotivierte Team aus Laage begann unverzüglich mit den anfallenden Arbeiten.

Das Team in Krakau. Foto: Weichmann

Am ersten Tag konnten die Kameraden aus Laage die ersten 10 Tonnen auf die Fläche verteilen, um die Unebenheiten auf der 2200 m² großen Fläche auszugleichen. Die Starkregenereignisse der kommenden Tage erschwerten die Arbeitsbedingungen erheblich. Sodass der zur Verfügung stehende Radlader nur begrenzt genutzt werden konnte. Schließlich wurde der Mutterboden mittels Schubkarren auf der Fläche verteilt. Trotz der Umstände ging es gut voran. Am Freitagvormittag wurden alle Arbeiten erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Einsatzes wurde eine beeindruckende Menge von 75 Tonnen Mutterboden auf die Fläche aufgebracht. Eine körperlich anspruchsvolle Aufgabe, die die Kameraden aus Laage mit Bravour bewältigten. Der Einsatz fand seinen feierlichen Abschluss in einer Kranzniederlegung, die von Vertretern des Generalkonsulats in Krakau begleitet wurde. Dieser symbolische Akt unterstreicht die Bedeutung der Arbeit und den Respekt vor den Verdiensten derjenigen, die an diesem Ort ruhen. Ein herzlicher Dank gilt der ortsansässigen Friedhofsverwaltung für ihre großartige Unterstützung, einschließlich der Bereitstellung geeigneter Geräte und ausreichendem Mutterboden.

Hauptfeldwebel Weichmann, Kommandoführer

Familien für die kommende Zeit gerüstet

In der Abschlussrunde der zurückliegenden Familienrüstzeit bemerkte ein Teilnehmer ganz freimütig:“Ein ganzes Wochenende mit Familien und Menschen zu verbringen, die fast schon gute Freunde geworden sind, ist etwas Besonderes.“
Bei bestem Spätsommer-Wetter waren fast vierzig motivierte Menschen aus den Bundeswehrstandorten Laage, Bad Sülze, Rostock und Selz der Einladung des Evangelischen Militärpfarramtes Laage gefolgt und genossen die Zeit im Haus Kranich und am Strand auf der Insel Usedom in vollen Zügen. Neben der Themenarbeit wurden natürlich Andachten gefeiert, gemeinsame Spaziergänge und Sporteinheiten durchgeführt und ein deftiger Grillabend zelebriert. Der Höhepunkt war für nicht wenige der Morgenimpuls, direkt an der vom Wind brausenden Ostsee.

Andacht am Meer. Ein echtes Erlebnis. Foto: B.Weichmann

Und auch die Kinder kamen nicht zu kurz. Spiel- und Bastelaktionen im Haus und natürlich ein zünftiges Bo-Go-Turnier (Eine Mischung aus Boggia und Golf), mit Siegern und Verlierern, ließen keine Wünsche offen. Alle Teilnehmer waren am Ende zufrieden und zum Teil vom kalten Wind gezeichnet, aber selbstverständlich auch gestärkt für die kommende Zeit. Der Tenor am Ende der Veranstaltung war eindeutig. „Wie schade, dass die schöne Zeit so schnell vergangen ist.“ Der Dank der Rüstzeitgemeinde an das gastgebende Haus Kranich soll nicht unerwähnt bleiben. Das Team des Hauses hatte für optimale Bedingungen gesorgt, sodass die Veranstaltung ein ganz tolles Erlebnis wurde.

André Stache,
Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Echtes Heimatgefühl bei Soldatenrüstzeit gespürt

Ein Offizier, Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade, allesamt Angehörige der Flugabwehrraketengruppe 24 aus Bad Sülze, waren der Einladung des Evangelischen Militärpfarramtes Laage gefolgt und erlebten eine Soldatenrüstzeit, die am Ende alle begeisterte. Eine intensive Themenarbeit zum Thema „Finanzen“, ein zünftiger Grillabend, morgendliche Läufe, emotionale Andachten und ausnahmslos gute Gespräche begeisterten die Uniformträger.

Militärpfarrer Johannes Richter (2 v.l.) im Dialog mit Teilnehmern. Foto: André Stache

Besonders die regionale Herkunft beeindruckte in vielen Gesprächen. Saarländer, Sachsen, Hamburger, Brandenburger, Mecklenburger und Menschen aus Vorpommern vereinte in den Gesprächen immer wieder das Gefühl, in einem tollen Land zu leben und dieses auch jederzeit verteidigen zu wollen. Die Teilnehmer selbst machten aus der durch die Truppe gewünschten Rüstzeit ein beeindruckendes und nach persönlichem Bekunden in der Abschlussrunde nachhaltiges Erlebnis. Ein besonderer Dank gilt dem Personal des Haus Kranich in Zinnowitz auf der Insel Usedom. Bei bestem Spätsommerwetter schafften die Frauen und Männer ein Zuhause auf Zeit und rundeten damit die Soldatenrüstzeit perfekt ab.

André Stache
Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Herzlich willkommen Herr Pfarrer

Nach einer langen Vakanz ist das Evangelische Militärpfarramt Laage wieder vollständig besetzt. Vor wenigen Tagen übernahm der 54-jährige Militärpfarrer Johannes Richter seinen Dienst auf dem Fliegerhorst und zeigte sich zunächst sehr beeindruckt. Sein Theologiestudium absolvierte der gebürtige Sachse, der in Thüringen aufgewachsen ist, von 1993 bis 2000 in Jena, Leipzig und Pietermaritzburg in Südafrika. Bei der Evangelischen Militärseelsorge ist Militärpfarrer Richter seit nun schon sechs Jahren. Besonders einprägsam war dabei sein dreimonatiger Auslandseinsatz im Kosovo im Herbst 2022. Auf seine Dienstzeit in Laage freut sich der Theologe sehr, denn bisher war sein persönlicher Kontakt zur Luftwaffe eher überschaubar.

Militärpfarrer Johannes Richter in der Kapelle des Laager Fliegerhorstes. Foto: André Stache

Erste Kontakte mit Soldaten und Zivilbediensteten, auch mit dem Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“, Herrn Oberst Gerd Schnell, haben ihn jedoch sehr neugierig gemacht. In den kommenden Wochen verlegt der Vater einer Tochter seinen Wohnsitz von Weimar nach Laage. Sein Wechsel aus Thüringen nach Mecklenburg empfindet der Theologe als spannend, denn trotz seiner Alpenüberquerung zu Fuß im vergangenen Jahr mag er die Küste und das weite Land. Neben dem Pilgern zählen Fremdsprachen und das Segeln, was er nach eigenem Bekunden nur bedingt beherrscht, zu seinen Hobbys. In seiner Funktion als Seelsorger ist Militärpfarrer Johannes Richter verantwortlich für mehr als 5000 Soldaten, Zivilbedienstete und deren Familien an den Standorten Bad Sülze, Cölpin, Laage, Neubrandenburg, Rechlin und Sanitz.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Pressesprecher des Evangelischen Kirchenamtes für die Bundeswehr zu Gast in Laage

Der Leiter des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, Militärpfarrer Johannes Richter, konnte vor wenigen Tagen den Pressesprecher für den Bereich der Evangelischen Militärseelsorge, Herrn Walter Linkmann, auf dem Fliegerhorst in Laage begrüßen. Das Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr, mit Sitz in Berlin, ist die zentrale Verwaltungsbehörde der Evangelischen Militärseelsorge. Als Pressesprecher informierte sich der 63-jährige Walter Linkmann über die Arbeit des Militärpfarramtes vor Ort und nutzte auch die Gelegenheit, den Fliegerhorst kennenzulernen. In seiner Funktion hat Walter Linkmann nicht nur die circa 50.000 Evangelischen Soldatinnen und Soldaten im Blick.

Militärpfarrer Richter und Walter Linkmann im Andachtsraum des Evangelischen Militärpfarramtes in Laage. Foto: A. Stache

Letztendlich gilt es, 109 Dienststellen und etwa 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu betreuen und ihnen fachlich zur Seite zu stehen. Im Fliegerhorst der Recknitzstadt Laage nutzte er die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit Soldatinnen und Soldaten und er zeigte sehr großes Interesse an den durch die Truppe zur Verfügung gestellten sakralen Bereichen. Dazu gehörten der Andachtsraum, der Platz der Stille, der Glockenturm und auch das Denkmal im Unterkunftsbereich des Fliegerhorstes.

André Stache,
Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Evangelisches Militärpfarramt unterstützt die Arbeit des Volksbundes

Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ führt im Rahmen der Unterstützungsleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. einen Kriegsgräbereinsatz mit 10 Soldaten und Reservisten in Polen durch. Ort des Einsatzes ist die Kriegsgräberstätte in Krakau / Polen. Vor Ort werden die Männer einen Arbeitseinsatz auf dem örtlichen Soldatenfriedhof im Rahmen der Hilfeleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. absolvieren.

Die Verabschiedung des Teams vor dem Glockenturm des Fliegerhorstes ist nun schon eine gute Tradition. Foto: A. Stache

Der verantwortliche Projektunteroffizier, Stabsfeldwebel Matthias Schmidt, erklärte bei der Verabschiedung der motivierten Soldaten ganz deutlich: “Die Bundeswehr erfüllt seit Jahren die ihr von der Bundesregierung übertragene humanitäre Verpflichtung zur Pflege deutscher Soldatengräber.“ An der Unterstützung beteiligt sich seit vielen Jahren das Evangelische Militärpfarramt in Laage. Der zuständige Militärpfarrer des Evangelischen Militärpfarramtes Laage, Johannes Richter, ließ es sich deshalb nicht nehmen und verabschiedete die Soldaten nicht nur mit guten Worten und einem Reisesegen. Mit vielen guten und gesunden sowie leckeren Sachen im Gepäck konnte Stabsfeldwebel Schmidt und sein Team die 8-tägige Reise antreten, schließlich müssen sich die Soldaten zu großen Teilen selbst versorgen.

André Stache, Pfarrhelfer beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Arbeit des Volksbundes Reservisten näher gebracht

Im Zuge einer Informationsveranstaltung erfuhren Reservisten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern viel Interessantes zum Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. , der in diesem Jahr seinen 106. Geburtstag feiert. Der Volksbund in Mecklenburg und Vorpommern gehört zu den ältesten Gliederungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Deutschland. Bereits 1920 wurden in Mecklenburg die ersten Ortsverbände gegründet und 1926 der Landesverband Mecklenburg-Schwerin. Als Referent konnte der Bundeswehrbeauftragte des Volksbundes für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den Reservisten in Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel, absolut glaubwürdig überzeugen.

Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel bei seinen Ausführungen.               Foto: Heiko Krüger

Ein weiteres Ziel der Vortragsveranstaltung war die Zusammenstellung und Einweisung eines Arbeitskommandos für einen Arbeitseinsatz in Krakau (Polen). Im Herbst dieses Jahres werden Reservisten und aktive Soldaten des Taktischen Luftwaffengesvchwaders 73 „S nach Krakau reisen und tatkräftig die Arbeit des Volksbundes vor Ort unterstützen. Vor Ort werden die Männer, auch in diesem Jahr, einen Arbeitseinsatz auf dem örtlichen Soldatenfriedhof im Rahmen der Hilfeleistung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. absolvieren. Damit erfüllt die Bundeswehr seit Jahren die ihr von der Bundesregierung übertragene humanitäre Verpflichtung zur Pflege deutscher Soldatengräber. Anzumerken bleibt, dass die Veranstaltung in den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes Laage auf dem Fliegerhorst der Recknitzstadt stattfand. Diesem und der Militärischen Führung des Verbandes gebührt für die herausragende Unterstützung der Arbeit der Reservistenkameradschaft ein besonderer Dank.

André Stache, StFw d.R.

Reservisten kochten für Angler

Im Zuge einer Ausbildungsmaßnahme wurde das Thema: “Leben im Felde – Lebensmittelverarbeitung in der Natur“, Reservisten und Mitgliedern des Landesanglerverbandes nähergebracht. Zunächst wurde den Teilnehmern eines Anglercamps des Kreisanglerverbandes Landkreis Rostock e.V., in der Kaserne Hohe Düne bei Rostock, unterschiedliches Gemüse in seiner Naturform präsentiert und über das jeweilige Wachstum und deren Verarbeitung gesprochen.

Stabsfeldwebel d.R. Stache bei seinen Ausführungen. Foto: R. Anne

Die Erläuterungen durch den 1.Vorsitzenden der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage, Stabsfeldwebel d.R. André Stache, begründeten sich auf der Tatsache, dass das Wachstum von Gemüse ein komplexer Prozess ist, der von Faktoren wie der Bodenvorbereitung, Licht, Nährstoffen, Wasser und Temperatur beeinflusst wird. Nach den Ausführungen des gelernten Landwirts wurde miteinander, unter freiem Himmel und bei bester Stimmung 14 Liter Kartoffeleintopf zubereitet, der anschließend auch gemeinsam verzehrt wurde. Die Teilnehmer im Lebensalter von 7 bis 76 Jahren waren begeistert und alle waren mit viel Enthusiasmus dabei. Das Erlebnis selbst wird sicherlich bei vielen der Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben.

RK Fliegerhorst Laage

Reservisten besuchten den Fliegerhorst Laage

Zu einer beeindruckenden Informationsveranstaltung trafen sich Mitglieder des Reservistenverbandes M-V und deren Angehörige auf dem Fliegerhorst der Recknitzstadt. Nach einer kurzen Begrüßung bekamen die ehemaligen Soldaten die Gelegenheit, mit ihren Angehörigen und Freunden den Fliegerhorst kennenzulernen. Dazu gehörte neben der notwendigen Busrundreise auf dem imposanten Gelände auch die Besichtigung eines Eurofighters. Direkt am hochmodernen Kampfflugzeug begrüßte der Kommodore des Verbandes, Herr Oberst Gerd Schnell, die Besuchergruppe, unter denen sich auch der Landesgeschäftsführer des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, Oberstabsfeldwebel d.R. René Niemann und der Landesvorsitzende des Reservistenverbandes Oberstleutnant d. R. Peter Schur befanden. Oberst Schnell beeindruckte die zu großen Teilen Technik interessierten Gäste mit Fachexpertise und viel Hintergrundwissen aus erster Hand.

StFw d.R. Stache, Oberstlt d.R. Schur und Oberst Schnell. Foto: Heiko Krüger

Gleichzeitig empfanden die Reservisten die persönliche Anwesenheit des Kommodores als besondere Wertschätzung. Nach dem anschließenden Besuch der Militärhistorischen Sammlung des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“ führte Stabsfeldwebel André Stache, als 1. Vorsitzender der RK Fliegerhorst Laage, die Gruppe in die Räume des Evangelischen Militärpfarramtes Laage. Im Andachtsraum des Pfarramtes berichtete Militärseelsorgeassistent, André Stache, über die Arbeit der Militärseelsorge und über die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Reservisten.
In den folgenden Gesprächen wurde immer wieder betont, dass die Reserve in den zurückliegenden Jahren, durch das Aussetzen der Wehrpflicht, an Bedeutung für einen lageangepassten Aufwuchs der Streitkräfte gewinnt. Reservisten sind damit weiterhin ein wertvoller Bestandteil der Bundeswehr.
Und auch die Bedeutung der Reservisten als Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft wächst in unserem Land. Nach dem offiziellen Teil wurden in lockeren Gesprächsrunden Netzwerke geknüpft, Interessen ausgetauscht und gemeinsame Pläne geschmiedet. Die gemeinsamen Stunden verliefen in dem Bewusstsein, dass die Betreuung und Pflege der Kameradschaft wichtige Säulen im Verbandsleben sind und bleiben. Ein besonderer Dank gilt abschließend Hauptmann Heiko Krüger. Dieser begleitete die Veranstaltung vollumfänglich.

André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage

Gemeinsame Zeit verbracht – Militärseelsorge unterstützt starkes Projekt

Im Zuge einer Partnerschaft besuchten Familien, die im Betreuungsbereich des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Leuchtturm e.V. vernetzt sind, die Unteroffizierskameradschaft des Stabszuges des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“, im Fliegerhorst Laage. Mit viel Liebe zum Detail hatten die Soldatinnen und Soldaten ein Sommerfest für den Förderverein organisiert, das die Familien sichtlich beeindruckte. Die Gäste genossen diese Aufmerksamkeit und nutzten den Blick über den Tellerrand hinaus. Technik, Arbeitsabläufe, gute Gespräche und auch die Tasse Kaffee und selbstgebackener Kuchen im Saal der Offizier- / Unteroffizierheimgesellschaft wurden ausnahmslos positiv aufgenommen.

Die Laufgruppenmädchen und André Stache – der auch ihr Trainer ist – vor einem Eurofighter Modell. Foto: A. Sawatzki

Und auch das Gefühl, miteinander Zeit verbracht zu haben, wirkte bei vielen sehr stark. Im Team der Organisatoren agierten auch der Militärseelsorgeassistent André Stache vom Evangelischen Militärpfarramt des Fliegerhorstes in Laage und der Militärseelsorgeassistent Andy Sawatzki vom Katholischen Militärpfarramt Rostock. Deren Angebote wie das gemeinsame Engelbasteln, eine Familientombola – deren Erlös dem Hospiz zur Verfügung gestellt wird – und Zeit für Gespräche wurden gut angenommen und auch sehr positiv bewertet. Unterstützt wurde das Projekt von den Mädchen der Laager Laufgruppe. Mit ganz viel Empathie begleiteten Florentine, Lara, Jessie, Annabell und Emi das Projekt und ernteten ihrerseits viel Lob und Anerkennung von den Soldatinnen und Soldaten. Abschließend darf man bewerten, dass dieses Projekt für alle Beteiligten eine Herzensangelegenheit war.

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Tag der Bundeswehr – Militärseelsorge mittendrin

Der Tag der Bundeswehr wird traditionell – ähnlich einem Tag der offenen Tür – standortübergreifend in unterschiedlichsten Kasernen, Dienststellen oder Orten seit 2015 durchgeführt. Die Bundeswehr und ihre Dienststellen lassen sich bei diesen Veranstaltungen gern über die Schulter schauen und präsentieren ihren Gästen und auch Neugierigen ihre Arbeit. Am letzten Samstag im Juni fand in diesem Jahr der Tag der Bundeswehr auch in Neubrandenburg statt. Nach offiziellen Angaben nutzten mehr als 15.000 Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit und informierten sich über die unterschiedlichsten Angebote und kamen so mit Soldatinnen, Soldaten und zivilen Mitarbeitern ins Gespräch. Selbstverständlich war die Veranstaltung mit militärischer Präzession vorbereitet worden und auch am Tag der Veranstaltung erlebten Gäste und Teilnehmer eine Bundeswehr, die offen und geduldig Rede und Antwort stand.

Der Militärseelsorgeassistent André Stache mit Annabell, Phoebe, Florentine und Lara. Foto: Erik Pflanz

Das Evangelische Militärpfarramt Laage präsentierte sich in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Teilen des Psychosozialen Netzwerks auf dem Marktplatz der Vier-Tore Stadt. Bei bestem Wetter und guter Stimmung nutzten einige Hundert Menschen die Gelegenheit zum Austausch und zur Information. Mehr als 60 Liter Kaffee, Gummibärchen und Gebäck konnten dabei an die Frau oder den Mann gebracht werden, und natürlich wurde ausgiebig über Gott und die Welt philosophiert. Höhepunkt des Tages war sicherlich der Besuch durch den Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73″S“, Oberst Gerd Schnell. Unterstützt wurde das Team vor Ort von Phoebe, Lara, Florentine und Annabell. Die Schülerinnen, allesamt engagierte Mädchen der Laager Laufgruppe, brachten sich hervorragend ein und bereicherten mit ihrer lockeren und aufgeschlossenen Art das Angebot ungemein. Immerhin wurden mit den Gästen mehr als 200 Engel gebastelt. Ihnen und dem Militärseelsorgeassistenten, Andy Sawatzki (kath.), gilt für ihr Engagement ein besonderer Dank.

André Stache, Militärseelsorgeassistent Evangelisches Militärpfarramt Laage

Familienrüstzeit begeistert

Fast 50 Teilnehmer begrüßte das Evangelische Militärpfarramt Laage auf Deutschlands schönster Insel bei wunderschönem Sommerwetter. Soldatenfamilien der Standorte Laage, Sanitz und Bad Sülze waren der Einladung des Pfarramtes gefolgt, um Kraft zu tanken und sich auf einen regen Austausch über Gott und die Welt einzulassen. Andachten, qualifizierte Themenarbeit und lange Spaziergänge wurden genauso zelebriert wie ein zünftiges Grillfest, Bastelaktionen und für einige auch der Sprung in die noch sehr kühle Ostsee.

Die Bastelaktionen waren die Highlights für nicht wenige Kinder. Foto: A.Stache

Gemeinsame Gesprächsrunden bis in die Abendstunden wurden interessiert von den Erwachsenen begleitet und die Abschlussandacht am Sonntagmorgen setzte dem Wochenende einen würdigen Abschluss, denn am Morgen des 1.Veteranentages wurde genau das Thema sehr wohlwollend aufgenommen. Schließlich soll der Veteranentag dazu beitragen, das Verhältnis zwischen Bundeswehr und Gesellschaft zu stärken. Abschließend gilt dem Haus Kranich in Zinnowitz ein herzlicher Dank. Das Team des Hauses machte das Wochenende für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis.

André Stache, Militärseelsorgeassistent Evangelisches Militärpfarramt Laage

Arbeitseinsatz läutet sportliche Tage ein

Wenige Stunden vor der Eröffnung des Volkssporttages trafen sich einige Dutzend Frauen, Männer und auch Kinder zum Arbeitseinsatz auf der Laufstrecke im Laager Stadtwald. Mit ganz viel Eifer wurde unter den Augen von Revierförster Hans Martinez Müll gesammelt, Wege begradigt und auch Unfallschwerpunkte gekennzeichnet. Anschließend bewegte sich der Tross in Richtung Sportanlagen, um auch dort achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln und in Vorbereitung auf die sportlichen Tage, den äußeren Eindruck zu verbessern.Zeitgleich schafften sich Kameraden der Reservistenkameradschaft Fliegerhorst Laage am Blücherdenkmal. Sie entfernten Unkraut und sammelten Müll aus den umliegenden Hecken und von den Wegen. Ein Kamerad bemerkte in der gemeinsamen Dankeschön-Runde, bei Bockwurst und guten Getränken: „Unsere Denkmäler sind Zeugen unserer Geschichte und Kultur. Sie bieten wichtige Einblicke in unsere Vergangenheit und tragen nicht unerheblich zur Identität unserer Städte und Dörfer bei. Es ist einfach unsere Pflicht, sie zu behüten und für zukünftige Generationen zu erhalten.“ Den fleißigen Helferinnen und Helfern gilt abschließend ein großes Dankeschön.

André Stache

Ostersonntag – Andacht auf dem Fliegerhorst

Diese Gelegenheit nutzten auch in diesem Jahr fast dreißig Menschen und feierten eine Andacht am Ostersonntag auf dem Fliegerhorst in Laage. Traditionell hatte der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders „S“, Oberst Gerd Schnell, dem Evangelischen Militärpfarramt die Möglichkeit eröffnet, am Ostersonntag mit Familien einen Gottesdienst im Andachtsraum des Fliegerhorstes zu feiern. Pünktlich um 10.00 Uhr hatte sich der Andachtsraum im Unterkunftsbereich des Evangelischen Militärpfarramtes gut gefüllt und die Andachtsteilnehmer lauschten den Ausführungen des Militärseelsorgeassistenten, André Stache.

Ostern auf dem Fliegerhorst. Foto: André Stache

Gemeinsam wurde die Bedeutung des Osterfestes betrachtet und auch der Frühling fand mit viel Symbolik in der Andacht seinen Platz. Im Anschluss gingen alle Teilnehmer zur Kegelbahn der Offizier-Unteroffizierheimgesellschaft, wo ein Frühstücksbuffet auf alle wartete. Auf diesem Weg fanden nicht wenige Teilnehmer bunt gefärbte Ostereier, die der Osterhase wohl am Weg „verloren“ hatte.  Angekommen, nutzten alle noch einige Stunden, um bei dem besagten, deftigen Brunch, an dem sich alle durch das Mitbringen verschiedener Leckereien beteiligt hatten, über das Leben zu philosophieren. Neben den guten Gesprächen und dem Austausch über die Vergangenheit und unsere Zukunft nutzten nicht Wenige die Gelegenheit, und „kegelten“ die angefutterten Kalorien auf der Kegelbahn des Fliegerhorstes wieder ab.
Die traditionelle Osterandacht am Vormittag des Ostersonntags war wieder ein schönes Erlebnis für Soldaten, Zivilbedienstete, Familienangehörige derer und Freunde der Militärseelsorge. Dafür gilt der militärischen Führung des Fliegerhorstes und den fleißigen Helfern ein ganz großes Dankeschön.

Evangelisches Militärpfarramt Laage

15K3 Marsch – Laager Soldaten stark vertreten Veteranenkultur in Deutschland wächst

Weit über 16.000 Menschen haben im letzten Jahr Deutschlandweit am 14K3 Marsch teilgenommen. An diesem Erfolg orientierte sich der diesjährige 15K3 Marsch. Mit diesem Marsch erinnern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die gefallenen Kameraden des Karfreitagsgefechts, dass am 2. April 2010 in Afghanistan stattfand. Damit wurde eine neue Tradition des Gedenkens begründet. Dies ist nur durch die rege bundesweite Beteiligung und die positive Resonanz der letzten Jahre möglich geworden. Daran galt es anzuknüpfen.
Nach dem Start in Laage marschierten die Frauen und Männer in Marschformation über Feldwege, alte Alleestraßen und betagte Landstraßen durch Dörfer und zurück nach Laage. Sie präsentierten sich so in großer Zahl den Bürgerinnen und Bürgern.

Die Marschformation auf dem Weg zum Rathaus. Foto: FMZ Takt LWG 73″S“

Wie schon in den vergangenen Jahren nahm auch Stabsfeldwebel Daniel Schwarz, Kompaniefeldwebel auf dem Fliegerhorst, an dem Gedenkmarsch teil. „Dass im vergangenen Jahr bundesweit so viele Menschen am Marsch teilgenommen haben, ist ein starkes Indiz für die Zeitenwende in unserer nationalen Veteranenkultur“, sagte Schwarz. „Ich gehe davon aus, dass die Zahl der Marschierenden in diesem Jahr noch einmal deutlich gesteigert werden konnte.“ Auch Stabsfeldwebel Daniel Schwarz nahm am 15K3 Marsch teil und erklärte: „Die Teilnahme am Marsch ist sehr bewegend und emotional. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass die Veteranenkultur in Deutschland immer weiterwächst“. Mit einer Andacht, die von den Militärseelsorgeassistenten, Andy Sawatzki (kath.) und André Stache (ev.) zelebriert wurde fand die Veranstaltung, die durch den Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73“S“, Oberst Gerd Schnell, persönlich begleitet wurde, einen würdigen Abschluss.
Anzumerken bleibt, dass der erste K-Spendenmarsch unter dem Titel „10K3“ im Jahr 2020 stattfand. Seither sind die Rahmenbedingungen gleichgeblieben. Die einzige Voraussetzung: 15 Kilometer mit 15 Kilogramm Gepäck. Ziel ist es, jedes Jahr einen Kilometer sowie ein Kilogramm draufzupacken. Man kann jederzeit auch zum Ursprung von 10 Kilometern und 10 Kilogramm zurückkehren. Nicht die Leistung steht im Vordergrund der sportlichen Veranstaltung, sondern die körperliche Betätigung in Verbindung mit dem aktiven Gedenken an die gefallenen Kameradinnen und Kameraden.   „Ich war in diesem Jahr zum zweiten Mal dabei. Und ich bin stolz darauf, gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden marschiert zu sein, um so den Gefallenen des Karfreitagsgefechts zu gedenken“, sagt Oberstabsfeldwebel Henry Brandt. „Die Teilnahme an dem Gedenkmarsch ist für mich sehr wichtig, da der Marsch zur Wertschätzung der Opfer des Karfreitagsgefechts beiträgt. Der Marsch erinnert daran, dass Erinnerung und Respekt für die Geschichte notwendig sind, um das Erbe der Mutigen zu ehren und aus den Lektionen der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen“, so Brandt.

André Stache,   Militärseelsorgeassistent Evangelisches Militärpfarramt Laage