Mit dem 2. Göllnitz-Schmooksberglauf, am 27.Juni 2026, hatte die Arbeitsgruppe Laufcup beim Leichtathletik-Verband Mecklenburg-Vorpommern für die ambitionierten Ausdauersportler einen absolut attraktiven Wettkampf in sein Programm aufgenommen. Und die Laufgruppe des SC Laage war mächtig stolz, nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, diesen Lauf der Laufelite unseres Bundeslandes wieder anbieten zu können. Allerdings sind nun die Planungen unterbrochen worden, denn der Waldbesitzer erteilt zur Durchführung der sportlichen Aktion, in seinem Wald, keine Genehmigung. Damit bleibt den Menschen, die den Wald an diesem Vormittag organisiert als Erholungsort nutzen wollen, der Weg zum Schmooksberg verwehrt.
Waldläufe sind gesund und sollen Freude bereiten. Foto: Ralf Sawacki
Die Argumente des Waldbesitzers sind dabei geradezu unglaublich, fast lächerlich. Und trotzdem gibt es keine Möglichkeit der Durchführung – war aus Sicht der zuständigen Forstbehörde zu vernehmen. Damit werden alle Erwachsenenjahrgänge (10 km), mit einem Schlenker zum Waldrand, wie die Jugend (5 km) und die Kinder (2 km) auf dem Radweg in Richtung Plaaz auf einem Pendelkurs um die begehrten Laufcuppunkte kämpfen. Am Sportplatz der Gemeinde Diekhof wird die Organisation ihren Platz finden. Dazu gehören die Anmeldung, Versorgung und auch die Siegerehrungen. Selbstverständlich ist die Teilnahme am Göllnitz-Schmooksberglauf auch für Ausdauersportler ohne Vereinsbindung möglich und alle Ausdauersportler sind herzlich Willkommen. Weitere Informationen gibt es unter: www.sportclub-laage.de oder www.laage-online.de.
Weit mehr als 3.000 Ausdauersportler bildeten den äußeren Rahmen des 34. Rostocker Citylaufes. Unter den Läuferinnen und Läufern befanden sich auch 48 Laufsportler des SC Laage. Sie nutzten das Event, um Spaßbetont und im Bereich des Teambuildings aktiv zu sein. Angeboten wurden Laufstrecken von 21,0195 km, einem 10 Kilometerlauf, einem 6 Kilometerrennen und einen Familienlauf über 3 km – der mit Abstand die meisten Teilnehmer hatte. Für den Citylauf war ein Rundkurs von der Steinstraße, über die August-Bebel-Straße zum Vögenteich und die Lange Straße festgelegt worden. Ziel für alle Aktiven war der Neue Markt, wo auch die Siegerehrungen stattfanden.
Gratulation für Ricardo Wendt im Ziel. Foto: SC Laage
Neben der Organisation überzeugte die Traditionsveranstaltung durch die attraktive Streckenführung, die zum Teil durch die Innenstadt führte und durch die herausragende Stimmung der vielen Menschen am Rande der Laufstrecke. Den sportlich am höchsten einzuschätzenden Lauf über 10 Kilometer gewann Ricardo Wendt (34,20 min) vom Sportclub Laage. 2 Altersklassensiege, durch Silke Haak (W55) und Florentine Ostertag (WJU 18) sowie weitere 7 Podestplätze belegen das starke Niveau der Laager Laufgruppe. Für die Ausdauersportler aus der kleinen Recknitzstadt endete der Wettkampftag traditionell im Rostocker BLOCK HOUSE. Das Unternehmen hatte die Sportlerinnen und Sportler zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen. Dafür und auch für die kontinuierliche Unterstützung möchten sich die Clubläuferinnen und -läufer recht herzlich bedanken. Die komplette Ergebnisliste findet man unter www.rostocker-citylauf.de.
Am 1.Mai-Wochenende besuchte das Integrative Laufteam USE SOWAS e.V. aus Berlin unsere Recknitzstadt Laage und nahm am 25.Eurawasser-Waldlauf und am Volkssporttag aktiv teil. Hier ein Erlebnisbericht.
„Laufen, lachen, Laage“ – oder wie aus einer Schwedenstaffel plötzlich Crossläufer wurden
Yoga im Regionalexpress
Wer kennt es nicht?! Man freut sich wochenlang auf eine Reise, packt motiviert seine Sportsachen ein und denkt:
„Ach, die Zugfahrt wird diesmal bestimmt ganz entspannt.“ Tja.
Die Deutsche Bahn hatte diesmal zwar tatsächlich keine Verspätung, allerdings gefühlt sämtliche Menschen Deutschlands dieselbe Idee:
„Feiertag, Brückentag! Ab an die Ostsee.“
Das Ergebnis: Drei Stunden Zugfahrt im kreativen Wechsel zwischen stehen, halb sitzend und artistischem Liegen auf Gepäckstücken.
Yoga für Fortgeschrittene- nur ohne Matte.
Die Stimmung war trotzdem gut. Laufreise #7 — diesmal nach Rostock-Laage.
Ankommen, auspacken, ab zum Sportplatz
Kaum angekommen, bezogen wir unsere Zimmer, Ferienwohnungen und Apartments und machten uns direkt auf den Weg zum traditionellen Laager Familiensportfest.
Dort erwartete uns bereits Lauftrainer und Pfarrhelfer; Andre Stache, vom SC Laage, der uns nicht nur herzlich willkommen hieß, sondern uns die kommenden Tage mit viel Geduld, Humor und Engagement begleitete.
Und das Sportfest?
Ein echtes kleines Familienfestival.
Fußball, Handball, Volleyball, Tischtennis, Kinderlauf, Laserschießen und jede Menge gute Laune. Egal, ob groß oder klein — irgendwo war immer Bewegung, Gelächter oder jemand der versuchte, noch schnell einen Ball zu retten.
Die Sache mit der „Schwedenstaffel“
Der heimliche Star des Tages für uns war allerdings die sogenannte Schwedenstaffel. Für alle, die jetzt denken: „Ach schön, das Laufen bestimmt Schweden mit.“ Nein! Keiner hatte Ahnung, aber alle wollten mitmachen. Schöne Einstellung. Eine Schwedenstaffel ist eine ganz besondere Form des Staffellaufs.
In unserem Fall bedeutete das: 400 Meter – 800 Meter – 1200 Meter.
Drei Läuferinnen oder Läufer, drei verschiedene Distanzen.
Und ungefähr ab der Hälfte die Erkenntnis:
„Das war vielleicht doch anstrengender als gedacht.“
Denn bei dieser Staffel ist kluge Renneinteilung ungefähr so realistisch wie ein leerer Zug am Brückentag. Man läuft einfach los und gibt alles. Plötzlich rannten Groß und Klein über die Bahn, feuerten sich gegenseitig an und versuchten beim Staffelwechsel gleichzeitig Luft zu holen und die Orientierung zu behalten. Am Ende waren alle platt. Aber glücklich. So begann das lange Laufwochenende in Laage.
Guten-Morgen-Lauf statt ausschlafen
Der nächste Morgen begann sportlich. Während andere im Urlaub gemütlich ausschlafen und drei Stunden frühstücken, standen wir bereits beim „Guten-Morgen-Lauf“ auf der Strecke. Verrückt? Vielleicht ein bisschen. Aber bei diesem Wetter konnte man einfach nicht drinnen bleiben.
Sonne, blauer Himmel und Temperaturen, bei denen selbst der innere Schweinehund kurz überlegte, ob er vielleicht doch mitkommen möchte. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde die freie Zeit ganz unterschiedlich genutzt:
Spaziergänge, baden am See, Umgebung erkunden, Burpees im Garten oder Tischtennis im Wintergarten. Alles kann, nichts muss.
Fliegerhorst, gemeinsames Kochen und jede Menge Teamgeist.
Am Nachmittag war Andre erneut an unserer Seite und führte uns über den Fliegerhorst Laage. Spannend, interessant und definitiv mehr als nur „ein bisschen Flugzeuge anschauen“. Danach wurde gemeinsam gekocht. Und wie immer zeigte sich,
Teamarbeit funktioniert nicht nur auf der Laufstrecke. Während die einen Gemüse schnippelten, rührten andere in Töpfen oder diskutierten hochprofessionell darüber, ob Kartoffeln und Co scharfe Messer brauchen? Spoiler: Unverzichtbar.
Der große Tag – 25. Eurawasser-Waldlauf
Am 3. Mai wurde es dann ernst. Der 25. Eurawasser-Waldlauf stand an. Diesmal gingen fast alle zeitgleich auf die Strecke.
Der Rundkurs: 1,2 Kilometer Crosslauf durch den Wald.
Und zwar entweder fünf- oder zehnmal. (6km oder 10km) Das bedeutete: Man begegnete sich ständig wieder und feuerte sich gegenseitig an. Das machte diesen Lauf so besonders. Das nahmen nicht nur wir so wahr, sondern auch alle anderen Läufer und Zuschauer, die unsere inklusive Sportgruppe mit Applaus befeuerten. Spätestens bei der Siegerehrung mit der Übergabe von Medaillen, Urkunden und einem Pokal, wurde es dann erneut emotional. Denn am Ende ging es nie nur um Zeiten oder Platzierungen. Sondern um gemeinschaftliches Erleben.
Das Berliner Team im Laager Stadtwald. Foto: Team Berlin
Rückreise mit Überraschungseffekt
Und weil eine Laufreise ohne kleines Bahn-Abenteuer offenbar gesetzlich verboten ist, legte die Deutsche Bahn auf der Rückfahrt dann doch noch einen würdigen Schlusspunkt hin. Kleiner Hinweis an die Technikabteilung:
Wenn eine Toilettentür zugeht, wäre es wirklich hervorragend, wenn sie sich später auch wieder öffnen ließe. Anders ausgedrückt: Der betroffene Fahrgast lernte die Bedeutung von „eingeschränkter Bewegungsfreiheit“ auf eine völlig neue Art kennen.
Dankeschön!
Ein ganz besonderer Dank gilt der UHW-Förderstiftung, die uns diese vier wunderbaren gemeinsamen Tage überhaupt ermöglicht hat und uns seit Jahren unterstützt. Solche Reisen schaffen Gemeinschaft, Erinnerungen und Momente, die noch lange nachwirken. Ebenso danken wir unseren Schirmherren Prof. Dr. Ströhle, Marathonvater Horst Milde und Dr. Wolfgang Niemczyk, die dieses Laufreiseprojekt seit Jahren begleiten und unterstützen. Und natürlich gilt ein riesiges Dankeschön Dietmar Klocke, der dieses Laufreiseprojekt überhaupt erst ins Leben gerufen hat.
Ohne seine Idee, sein Engagement und seine Begeisterung wären all diese gemeinsamen Erlebnisse nicht möglich. Außerdem danken wir Nicole Slovan und Simone Prieß, die bei der Organisation unterstützt, motiviert und immer den Überblick behalten haben — was bei einer Reise inmitten von Sporttaschen, Startnummern und spontaner Ideen definitiv nicht selbstverständlich ist. Und natürlich Danke an Andre Stache und den SC Laage für die herzliche Aufnahme, Begleitung und dieses wunderschöne Wochenende.
Fazit
Laage 2026 war mehr als nur ein Laufwochenende. Es war Gemeinschaft. Sonne, Sport, lachen, kochen, spielen, Momente genießen und vor allem teilen. Irgendwo zwischen Crossstrecke, Schwedenstaffel und Frühstückskaffee wurde wieder klar: „Der innere Schweinehund hat schlechte Karten, wenn Menschen zusammen in Bewegung geraten!“
Im Zuge des monatlich stattfindenden Gottesdienstes wurde in den zurückliegenden Tagen dem Stabsfeldwebel Ricardo Timm in den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes Laage eine ganz besondere Ehre zuteil.
Aus den Händen des Evangelischen Standortpfarrers für den Fliegerhorst in Laage, Militärpfarrer Johannes Richter, erhielt er die Dankurkunde des Leitenden Evangelischen Militärdekan Nord mit Sitz in Kiel, Ernst Raunig.
Das Foto zeigt Ricardo Timm und Militärpfarrer Richter. Foto: André
Seit vielen Jahren unterstützt Stabsfeldwebel Timm die Arbeit des Evangelischen Militärpfarramtes Laage zuverlässig und engagiert.
Militärpfarrer Richter sagte im Zuge der Auszeichnung: „Die repräsentative Urkunde und das dazugehörige Präsent sind ein Akt der Wertschätzung Deiner langjährigen Tätigkeit. Die Ehrung soll aber auch dahingehend verstanden werden, dass Dein stilles Engagement und die wertvolle Arbeit der vielen fleißigen Menschen in der Bundeswehr durchaus gesehen wird.“
André Stache, Militärseelsorgeassistent beim Evangelischen Militärpfarramt in Laage